Bild: Screenshot Dortmund24/Twitter

Zuerst sorgte ein Coca-Cola Plakat für Aufregung, jetzt scheint auch Nutella der AfD den Kampf angesagt zu haben. Und ganz nebenbei – so scheint es – kann auch McDonald’s die Partei nicht so richtig gut leiden.

Update: Auch McDonalds hat inzwischen auf das Fake-Plakat reagiert und twittert: „100% unsere Haltung!“

(Anm. d. Red.: CI = Corporate Identity)

Zum Thema: Es sind große Namen die sich zur Zeit in der Öffentlichkeit klar gegen Rechts positionieren. Natürlich ist inzwischen längst bekannt, dass es sich bei den Plakaten um Fakes handelt. Die bisherigen Reaktionen der Unternehmen auf die Plakate sprechen dennoch eine klare Sprache.

Nicht jedes Fake ist falsch

„Lieber braun auf’s Brot als braun im Kopf“ steht auf den neuen Plakaten. Für das Plakat zeigt sich die „Stay behind foundation“ verantwortlich. Sie bezeichnet sich selbst als einen „Zusammenschluss demokratisch aktiver und engagierter Menschen“.

Wie auch bei dem Coca-Cola Plakat („Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ Nein zur AfD„) handelt es sich nicht um eine offizielle Aktion des Nutella-Herstellers Ferrero. Ob Ferrero genau so gelassen auf die Aktion reagieren wird, wie Coca-Cola, wird sich zeigen.

Patrick Kammerer, Kommunikationsdirektor der deutschen Außenstelle von Coca Cola, twitterte längst seine Meinung zum Plakat: „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“

Auch andere Unternehmen haben schon ein Fake-Plakat bekommen.

Ein Konter der AfD gegen die Plakate ging dabei völlig nach hinten los. Mit einem Pepsi-Plakat und dem Spruch: „Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ ja zur AfD!“. Zahlreiche Landesverbände, darunter auch die AfD Berlin, teilten das Plakat via Twitter und Facebook.

Im Gegensatz zu Coca-Cola fand Pepsi das Fake aber gar nicht witzig und erklärte, sich rechtliche Schritte vorzubehalten.

Thüringer Cola distanziert sich von AfD

Auch der Versuch Björn Höckes, sich ganz heimatverbunden zu Vita Cola zu bekennen, ging schief. Auch dieses Unternehmen will nichts mit dem Politiker zu tun haben. Der Redaktion von Thüringen24 teilte das Unternehmen Thüringer Waldquell mit, Vita Cola habe von der ungewollten Werbekampagne der AfD nichts gewusst.

Das Unternehmen distanziere sich aber von jeglicher parteipolitischer Vereinnahmung.

Wenn Ferrero und McDonald’s es Coca-Cola gleich tun, gibt es für Anhänger der AfD bald wohl vieles, auf das verzichtet werden muss.