Bild: ProSieben/SAT.1/André Kowalski

The Voice Of Germany startet am Donnerstag (8. November, 20.15 Uhr auf ProSieben) in eine neue Runde der Blind Auditions. Mit dabei ist der 17-jährige Florian Kurz aus Remscheid. Im Interview verrät er, wie es ist, sich selbst im Fernsehen zu sehen und was er später beruflich machen möchte.

Dortmund24: Hey Florian, wie bist du eigentlich darauf gekommen, Musik zu machen?

Florian Kurz: Also eigentlich hab ich mich nie so richtig dafür entschieden, Musik zu machen. Ich hab’s einfach auf einmal gemacht. Also ich hab eigentlich immer ganz gerne gesungen und auch ganz gerne sowas wie Karaoke gemacht. Dann gründete ich mit ein paar Freunden die Band „Akustik Arts“ und ab da war das dann der Punkt, wo man dann gesagt hat, man macht das jetzt richtig und nimmt das dann ein bisschen ernster. Das kam nicht so richtig von meinen Eltern, also die haben schon gesagt „Wenn du Spaß am Singen hast, dann sing“, aber es ist jetzt nicht so, dass ich voll die musikalische Familie hab.

Warum hast du dich entschieden, bei einer Castingshow mitzumachen? Es gibt ja immerhin auch Musiker, die davon nicht so viel halten.

Zum Einen fand ich das immer ganz cool zu sehen und hab mir dann vorgestellt, wie cool das eigentlich wäre dabei zu sein und selber auf der Bühne zu stehen. Und zum Anderen sehe ich das auch ein bisschen als Chance, denn ich würde schon ganz gerne in naher Zukunft etwas professioneller Musik machen. Vielleicht kann ich dann ja sogar mein Geld damit verdienen. Deswegen hab ich mir gedacht „Was hab ich zu verlieren? Das wird bestimmt cool!“. Und ich hab es nicht bereut.

Und wie haben deine Freunde und Mitschüler reagiert, als sie erfahren haben, dass du bei The Voice Of Germany mitmachst?

Zu dem Zeitpunkt, als ich da mitgemacht hab, da hab ich das gar nicht so vielen gesagt. Also eigentlich nur meinem engsten Freundeskreis und die fanden das alle mega cool. Also es kam jetzt nicht sowas wie „Och nee, ne Castingshow“. Die haben sich alle sehr gefreut und viele Fragen gestellt, weil die das einfach interessiert.

Besonders wo ich jetzt das erste Mal auf Instagram gepostet hab, dass ich dabei bin, da kamen auch viele Nachrichten, nicht nur aus meinem engsten Freundeskreis, sondern komplett drum herum. Klar, es gibt auch Menschen – besonders Musiker – die davon nicht so viel halten, aber für mich ging es bei The Voice auch nicht nur darum, dass ich auf der großen Bühne stehe. Es ging mir auch um die Erfahrung drum herum mit den vielen Leuten – und das Musik machen zusammen im Hotel das war auch einfach cool.

Du hast ja schon gesagt, dass du Musik in naher Zukunft professioneller machen möchtest. Aber kannst du dir auch einen anderen Beruf vorstellen und Musik dann nebenbei zu machen?

Ich habe zwei Berufswünsche, die ich gerne machen würde. Zum Einen wäre das die Musik, zum Anderen wäre das der Job als Pilot. Beides ist natürlich nicht die einfachste Möglichkeit, das jobmäßig zu machen. Ich würde mir halt wünschen, dass eine Option von den beiden klappt. Und sowohl beim Piloten als auch bei der Musik geht es ja, dass man es hobbymäßig weiter macht und deswegen: Wenn ich Pilot werde, dann mache ich nebenbei Musik weiter. Und wenn ich großer Musiker werde, dann fliege ich nebenbei auf einem Flugplatz.

Hast du irgendwelche musikalischen Vorbilder, an denen du dich orientierst bei deiner Musik?

Eigentlich alles Deutsch-Pop mäßige. Also sowas wie Revolverheld, Joris, Johannes Oerding, Philipp Poisel. Also lieber etwas ruhiger und balladenmäßiger, ich nenne es mal „Herzschmerz“. Das ist eher so meine Richtung. Ich höre diese ganze Musik auch selbst sehr gerne und deswegen mache ich die auch selber.

Und welche Rolle spielt die Musik in deinem alltäglichen Leben? Orientierst du dein Leben an der Musik?

Also ich versuche schon momentan in meinem Alltag viel Musik zu machen. Ich hab nämlich mit meinen Eltern so eine Art Abmachung. Also ich hab dieses Jahr mein Abi gemacht und Pilot werden geht ja erst ab 18. Deshalb hab ich ja jetzt dieses Wartejahr und ich hab mit meinen Eltern ausgehandelt, dass ich mich erstmal an der Musik versuche.

Deswegen spiele ich momentan schon jeden Tag Gitarre oder Klavier oder schreibe ein paar Songs. Je nachdem, wie grade meine Lust und Laune ist und wie inspiriert oder kreativ ich gerade bin. Und selbst wenn ich mal nicht selbst Musik mache, dann höre ich immer bestimmte Lieder. Und da achte ich dann auch drauf, was man selbst mal singen könnte. Weil ich hab auch ein paar Auftritte und da spiele ich so zu 90 Prozent Cover, also andere Lieder. Und da überlege ich mir dann auch, was man da spielen könnte.

Die Folge von The Voice Of Germany, bei der du zu sehen bist, wird ja Donnerstag ausgestrahlt. Wir dürfen ja noch keine Resultate spoilern, aber wenn du dir vorstellst, dass du da nochmal hingehst, welchen Coach würdest du dir dann aussuchen und warum?

Das muss ich mir gerade mal überlegen. Ich habe ja jetzt auch die letzten Sendungen geguckt und danach würde ich tatsächlich so zwischen den drei deutschen Coaches entscheiden. Also Michael Patrick Kelly würde bei mir rausfliegen. Das liegt einfach daran, dass die Musikrichtung nicht so gut passt, denn ich singe ja gerne deutsch. Mark Forster ist ja ein bisschen in der Kritik, aber ich finde zum Beispiel die Gags von ihm ganz lustig. Deswegen könnte ich mir den ganz gut als Coach vorstellen, weil er so lustig ist.

Wie nimmst du die Aufmerksamkeit war, also beispielsweise auf Social Media?

Das ist für mich etwas zwiegespalten. Also eigentlich finde ich das ganz cool. Also heute hat mich beispielsweise das erste Mal eine fremde Person angeschrieben, dass sie sich auf meinen Auftritt freut. Das finde ich schon cool, wenn man dann musikalische Aufmerksamkeit kriegt. Also es könnte natürlich noch etwas mehr werden nach der Ausstrahlung. Gestern wurde ich auch das erste Mal auf der Straße erkannt, was ziemlich komisch war für mich. Ich bin mal gespannt, was da noch kommt. Also wenn das dann so eskaliert, dass ich nicht mehr unerkannt einkaufen gehen kann, dann finde ich das glaub ich nicht mehr so cool, aber momentan ist es ganz gut.

Und wie ist es für dich, wenn du dich selbst im Fernsehen siehst?

Also ich hab mich ja gestern das erste Mal in der Werbung gesehen und das war schon krass und auch auf jeden Fall sehr cool. Ich bin nun gespannt auf Donnerstag, weil wir machen ein Public Viewing bei mir in der Stadt, wo jeder hinkommen kann. Und deshalb weiß ich: Egal, wie komisch es wird, ich bin nicht allein. Deswegen bin ich mal gespannt, wie es wird. Ich kann mir das nicht so schlimm vorstellen. Das wird bestimmt ein cooler Auftritt.