Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Den Begriff „Phishing“ (Neologismus von fishing, englisch für „Angeln“) hört man immer öfter im Zusammenhang mit Internetbetrug. Betrüger wollen damit über gefälschte Webseiten und E-Mails an eure persönlichen Daten kommen. Jetzt hat es Amazon erwischt.

Amazon-Kunden könnten in den letzten Tagen eine Mail von dem Online-Versandhändler erhalten haben in der sie aufgefordert werden, ihre Daten preis zu geben. Das berichtet die Verbraucherzentrale NRW.

Unter dem Vorwand eines neuen Updates wollen Betrüger somit an die sensiblen Informationen der Kunden kommen.

Betrüger drohen mit Amazon-Kontosperre

Die Masche läuft auf einen Identitätsdiebstahl hinaus. Wenn man die Frist nicht einhält, drohen die Betrüger mit einer automatisch eingeleiteten Sperre des Kontos.

Die Verbraucherzentrale warnt davor, der Aufforderung nachzugehen. Man solle die E-Mail einfach ignorieren. Kein seriöses Unternehmen würde seine Kunden auffordern, diese sensiblen Daten per Mail preis zu geben, heißt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale.

So erkennt ihr die falschen Mails

Die Mails sehen meist seriös und professionell aus. Sogar eine persönliche Anrede kann erhalten sein. Doch davon soll man sich nicht täuschen lassen. Hier gibt es einige Hinweise von der Verbraucherzentrale NRW, wie ihr die „Phishing“-Mails erkennen könnt:

  • Grammatik- und Orthografie-Fehler: Dadurch, dass die Texte in den Mails oft aus einer anderen Sprache mithilfe von Übersetzungsdiensten übersetzt werden, finden sich Fehler und komische Formulierungen. Hier heißt es: Immer vorsichtig sein, wenn euch Ähnliches auffällt.
  • Mails in fremder Sprache: Wenn eure Bank nicht gerade einen Sitz im Ausland hat, solltet ihr bei Mails auf einer anderen Sprache misstrauisch werden. Am besten man fragt direkt unter der bekannten Durchwahl telefonisch oder persönlich vor Ort nach.
  • Fehlender Name: Banken und andere Geschäftspartner sprechen ihre Kunden grundsätzlich in E-Mails mit dem Namen an und niemals mit „Sehr geehrter Kunde oder Nutzer“. Besonders raffinierte Betrüger haben das aber schon herausgefunden, versenden auch Fake-Mails mit richtigem Namen. Deshalb sollte man sich alleine darauf nicht verlassen.
  • Dringender Handlungsbedarf: Besonders, wenn eine ungewöhnlich kurze Frist zur Handlung kombiniert mit einer Drohung auftritt, sollte man stutzig werden. Häufig wird man in der Mail zu einer bestimmten Handlung aufgefordert und bei Nichterfüllen droht eine Strafe, wie zum Beispiel eine Kontosperre. Dieses Vorgehen weist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Betrug hin.
  • Daten und Links: Banken und Online-Zahlungsdienste werden ihre Kunden nicht auffordern, Pin oder Tan per Mail einzugeben. Auch bei angehängten Dateien und Links sollten man vorsichtig sein. Der Verbraucherschutz warnt grundsätzlich vor E-Mails mit einem Dateianhang – man solle misstrauisch bleiben.