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Der Verlust der Übertragungsrechte für die Premier League ab der nächsten Saison an Sky schmerzt DAZN. Das hatte der Streamingdienst offen und ehrlich zugegeben. Beginnt der Rache-Feldzug aber schon ab Sommer 2019?

Seitdem der Sport-Streamingdienst DAZN im August 2016 gestartet ist, ging es nur steil bergauf. Aktuell können User nicht nur US-Sport mit Basketball, Football oder Baseball für 9,99 Euro im Monat sehen und haben die Möglichkeit, jeden Monat zu kündigen.

Im Fußball zeigt DAZN (fast) alles. Aktuell teilt sich der Dienst der britischen „Perform Group“ die Rechte für die Champions League sowie Europa League mit Sky. Außerdem werden die Liga-Spiele aus England, Spanien, Frankreich und Italien gezeigt.

DAZN will wohl nach Premier-League-Verlust die Bundesliga-Rechte

Auch die Länderspiele der Nations League überträgt der Streamingdienst. Sieben Spiele werden beispielsweise am Donnerstag (11. Oktober) von DAZN live gezeigt.

Ebenso alle Qualifikationsspiele für die EM 2020 sowie für die WM 2022 – mit Ausnahme der Partien von Deutschland. Fehlen eigentlich nur noch die Bundesliga-Spiele.

Immerhin: Die Rechte für die Online-Zusammenfassungen der 1. und 2. Bundesliga liegen seit dieser Saison schon bei der Perform-Group.

Doch die strebt nach mehr. Thomas de Buhr, Deutschland-Chef von DAZN, sagte bereits im September zur Deutschen Presse Agentur (dpa): „Wir sind bereit für die großen Rechte.“

DAZN-Deutschland-Chef de Buhr: „Wir sind bereit für die großen Rechte“

Allerdings gab es zuletzt erst einmal einen Rückschlag. Die Übertragungsrechte für die auch in Deutschland sehr beliebte Premier League gingen wieder an Sky verloren.

Ab der Saison 2019/2020 zeigt Sky bis mindestens zur Saison 2021/2022 die Partien der spannendsten Liga der Welt. „Der Verlust schmerzt natürlich“, so de Buhr gegenüber der dpa. Folgt nun bald die große Retourkutsche?

DAZN-Deutschland-Chef Thomas de Buhr wechselte erst im Sommer 2018 von Twitter Deutschland zu dem Sport-Streamingdienst. Foto: Kay Nietfeld/dpa
DAZN-Deutschland-Chef Thomas de Buhr wechselte erst im Sommer 2018 von Twitter Deutschland zu dem Sport-Streamingdienst. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesliga-Rechte liegen zwar noch bis Sommer 2021 bei Sky (und Eurosport). Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Verhandlungen über die neuen Rechte bereits im Sommer 2019 starten, ist groß.

DAZN könnte sich also schon in weniger als einem Jahr in Stellung bringen. Wegen der Rechte für die Online-Zusammenfassungen hat der Streaming-Dienst schon einen Fuß in der Tür.

Rechte für Online-Zusammenfassungen liegen bereits bei DAZN

Bereits die Bekanntgabe des aktuellen Vertrags erfolgte ein Jahr vor Beginn seiner Gültigkeit. Im Juni 2016. Gut möglich also, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der (neue) Partner bereits spätestens zum Ende der Saison 2019/2020 den neuen Deal verlauten lassen.