Seit zum Jahreswechsel die Zeit der Urlaubsbuchungen begonnen hat, erreichen die Polizei immer mehr Anzeigen gegen betrügerische Urlaubsportale. Zuletzt gegen den Reiseanbieter HotelQuickly.

Der Internetauftritt der betrügerischen Firma wirkt seriös. Auch auf bekannten Vergleichsportalen ist der Anbieter laut Polizei zu finden. Dahinter stecken aber Gauner, die eine fiese Masche verfolgen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei stornieren die zwielichtigen Anbieter das gebuchte Zimmer nach Zahlungseingang des Kunden wieder. Das zuvor überwiesene Geld behalten sie trotzdem ein.

So erfährt der Urlauber meist erst an der Rezeption seines Hotels, dass sein Zimmer storniert wurde und er sich kurzfristig zu hohen Preisen eine neue Unterkunft suchen muss.

Deutsche Polizei darf nicht im Ausland ermitteln

Das große Problem der Polizei: Oft haben die betrügerischen Anbieter ihren Sitz im Ausland, im vorliegenden Fall in Bangkok. Dort hat die deutsche Polizei keine Ermittlungsbefugnisse und ist auf die freiwillige Mitarbeit der Behörden vor Ort angewiesen. Das führt oft dazu, dass die Täter nicht rechtzeitig oder gar nicht ermittelt werden können.

Aktuelle Top-Themen:

Die Polizei warnt deshalb vor den Betrügern und gibt fünf Tipps für die Online-Buchung:

  1. Kauft Waren oder Dienstleistungen nach Möglichkeit nur bei großen, bekannten Dienstleistern, mit denen ihr schon positive Erfahrungen gemacht habt.
  2. Wenn ihr euch auf der Internetseite eines solchen Dienstleisters befindet, achtet darauf, wer tatsächlich euer Vertragspartner ist. Oft erlauben Firmen Drittanbietern auf ihrer Internetseite Waren und Dienstleistungen zu verkaufen. Darunter sind auch Betrüger.
  3. Wenn ihr euch für einen noch unbekannten Anbieter entscheiden, gebt dessen Namen zusammen mit dem Wort „Betrug“ in eine Online- Suchmaschine ein. Vielfach ergeben sich dabei schon Warnhinweise zu der betrügerischen Firma im Internet.
  4. Wenn ihr Opfer eines Betrugs wurdet, teilt eure Erfahrung im Internet, zum Beispiel auf www.marktwaechter.de. Zieht in Erwägung, eine Strafanzeige bei der Polizei des Staates zu machen, in dem die betrügerische Firma ihren Sitz hat. Oft ist dies Online oder per E-Mail möglich. In vielen Fällen kann die örtliche Polizei sofort tätig werden.
  5. Lasst euch bei Kleinstanbietern oder Privatpersonen nur auf Barzahlung vor Ort oder auf einen Rechnungskauf ein.