Bild: dpa

Tzzck! Und wieder einen gewischt bekommen. Bei der aktuellen Witterung kommen Stromschläge im Alltag häufiger vor – aber woran liegt das?

Bis zu 35.000 Volt fließen bei den Mini-Stromschlägen durch unseren Körper. Je nachdem, wo es knistert, kann es ein bisschen zwicken.

Das dass Phänomen bei der aktuellen Witterung häufiger vorkommt, ist kein Wunder. Der Grund für die häufigen Stromschläge ist die trockene Luft.

Reibung sorgt für elektrische Aufladung

Ausgangspunkt für die kleinen Stromschläge sind kleine, elektrische Teilchen, die sich über den Tag verteilt an unserem Körper ansammeln. Das ist normal. Diese Teilchen entstehen durch Reibung. Zum Beispiel, wenn man über einen Teppich geht und die Schuhe darauf hin und her reiben. Oder, wenn man sich auf einen Stuhl setzt und mit der Hose über das Polster reibt.

Mit der Zeit sind wir sprichwörtlich so richtig geladen. Im Frühling oder im Sommer ist das in der Regel kein Problem. Dann ist die Luft häufig feuchter, als im Winter. In diesem Fall würden wir die elektrische Ladung über unsere Haut und die Feuchtigkeit in der Luft ausgleichen. Einfach gesagt: Die Feuchtigkeit saugt die elektrischen Teilchen auf.

Häufige Stromschläge sind im Winter normal

Dass es also im Winter häufiger knallt als im Sommer, liegt an der trockeneren Luft. Sie ist ein schlechter elektrischer Leiter. Es ist vor allem dann Fall, wenn es draußen kalt und trocken ist und drinnen gut geheizt wird. Dann enthält die Luft kaum Feuchtigkeit.

Die Spannung entlädt sich dann erst, wenn wir einen leitenden Gegenstand berühren. Das kann dann auch mal die Hand des Kollegen sein. Kleidung aus Synthetikfasern verstärkt den Effekt. Es kommt zum Mini-Stromschlag – oder: Wir bekommen einen gewischt.

Mehr Themen auf Dortmund24:

Wer solche Stromschläge vermeiden will, sollte also auf ausreichend Luftfeuchtigkeit in seinen Räumen achten. Raumbefeuchter, Pflanzen, ein Gefäß mit Wasser an der Heizung oder feuchte Tücher helfen dabei. Das hilft im übrigen auch, die Ausbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden.