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Weihnachten ist ein Fest des Schenkens und Gebens. Viele Menschen sind in dieser Zeit viel eher dazu geneigt, etwas von ihrem Geld zu spenden. Betrüger nutzen das aus – sie werden zu falschen Spendensammlern. So könnt ihr euch schützen.

Die Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Viele Menschen werden da besonders gutmütig und wollen helfen. Betrüger nutzen diese Solidarität gerne aus und starten falsche Spendenaktionen.

Die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen warnt nun vor diesen Schwindlern und gibt Tipps, wie man sich vor ihnen schützen kann.

Informationen der Spendensammler erfragen

Wie die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite mitteilt, sei es besonders wichtig, sich über die jeweilige Organisation zu informieren. Das gelte ebenso für Spendensammler, die vor der Haustür stehen, als auch für solche, die es per Brief oder über Social-Media-Kanäle versuchen.

Neben Hintergrundinformationen, die man meist sofort bekommen kann, sei es außerdem ratsam, einen Blick in den Jahresbericht der Organisationen zu werfen. Handelt es sich um seriöse Spendensammler, dürften dort alle Ausgaben detailliert aufgelistet sein.

Spenden werden seltener persönlich eingetrieben

Wie es von Seiten der Verbraucherzentrale weiter heißt, geben die Deutschen pro Jahr Milliardenbeträge für Organisationen aus, die „versprechen, etwas Gutes zu tun“. Der Deutsche Spendenrat hat dabei beobachtet, dass heutzutage deutlich weniger Spenden auf den Straßen und an den Haustüren gesammelt werden.

Auch der persönlich adressierte Brief sei längst nicht mehr aktuell. Doch offenbar bildet die Weihnachtszeit eine Ausnahme. Alle gängigen Varianten des Spendensammelns – ob persönlich oder per Post – werden vor dem Fest genutzt. Es ist daher von Vorteil, sich über die verschiedenen Formen zu informieren.

Das sind die Varianten des Spendensammelns

Manche Spendenorganisationen setzen immer noch auf persönliche Briefe. Gerade Personen, die in der Vergangenheit bereits gespendet haben, bekommen eher Post. Der Vorteil des Spendens per Briefverkehr ist, dass sich der Empfänger bei Zweifeln ausreichend über die Organisation informieren kann.

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Vorsicht ist aber immer bei Spendenaktionen geboten, die Aufsehen durch besonders mitleidige Informationen oder heftige Fotos erregen wollen. Dies könnte ein Zeichen von unseriöser Werbung sein, teilt die Verbraucherzentrale mit. Glaubwürdig hingegen seien authentische Fotos mit einem Bezug zum Spendenzweck.

Spendensammler auf der Straße sind oft mit Büchsen und traurigen Fotos unterwegs. Sie wollen in kürzester Geld eintreiben und üben mit ihren Mitleid erregenden Informationen Druck auf Passanten aus.

Doch darauf solltet ihr nicht reinfallen. Seriöse Organisationen haben einen Geschäftsbericht dabei. Den solltet ihr erfragen, denn dann wisst ihr, wofür Geld ausgegeben wird.

Auch auf Internetportalen oder über Social Media Kanäle wird heutzutage um Spenden gebeten. Hier solltet ihr jedoch besonders aufpassen, denn Internetseiten lassen sich leicht fälschen. Wichtig ist, ein Impressum zu suchen. Falls keins vorhanden ist: Finger weg.

Und ansonsten gilt online genauso wie persönlich, dass Informationen eingeholt werden sollten. Auch über das Internet könnt ihr Organisationen um Jahresberichte bitten.

Besondere Vorsicht ist laut Verbraucherzentrale bei Fördermitgliedschaften geboten. Diese  bieten Spendern meist Daueraufträge an, damit die Gelder stetig fließen. Doch das Geld kommt oft gar nicht bei den Hilfsprojekten an. Es landet in der Werbung und der Verwaltung.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) listet übrigens seriöse Hilfsprojekte in Deutschland. Doch Achtung: Die Seite führt nur Organisationen auf, die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren mindestens 25.000 Euro erhalten haben. Kleinere Projekte sind somit nicht aufgeführt. Das bedeutet aber nicht immer zwangsläufig, dass diese unseriös sind. [/Infobox]