Endlich ist der Winter da – und mit ihm auch die Pflicht, Gehwege zu räumen und zu streuen. Denn wenn Schnee oder Glatteis droht, sind Eigentümer dafür verantwortlich, dass keiner vor ihrem Haus Gefahr läuft, auszurutschen.

In den kommenden Wochen rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) damit, dass es noch kälter wird. Sogar auf ein wenig Schnee können wir uns freuen. Doch was für die einen Grund zur Freude ist, bedeutet für die Anderen Arbeit.

Deshalb erinnert das Ordnungsamt jetzt daran, dass Haus- und Grundstückseigentümer für die „Winterwartung“ der Gehwege an öffentlichen Straßen verantwortlich sind.

Solange es schneit, muss nicht gefegt werden

Bedeutet: Bei Schnee und Glatteis muss geräumt und gestreut werden. Von sieben Uhr morgens bis abends um acht müssen Eigentümer darauf achten, dass es vor ihrem Haus nicht glatt ist. Die Räum- und Streupflicht gilt übrigens auch für Bushaltestellen und Fußgängerüberwege.

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Einzig solange es noch schneit, muss der Schnee nicht von Fußweg geräumt werden. Sobald es es aber aufgehört hat zu schneien, muss auch der schönste Schnee vom Gehweg gefegt werden.

An Sonntagen und an Feiertagen darf der nachts gefallen Schnee aber bis neun Uhr morgens liegen bleiben. Anschließend sollte der Gehweg gestreut werden.

Salz nur im Ausnahmefall

Doch gerade beim Streuen gibt es ein paar Regeln zu beachten. Vor allem Salz gehört nicht einfach so auf die Straße: „Aus ökologischen Gründen dürfen Bürger nur abstumpfende Mittel, wie Granulat oder Sand, verwenden“, heißt es auf der Webseite der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG).

Streusalz kommt also „nur zur Beseitigung von Verkehrsgefahren zum Einsatz“. Also wenn bei Eisglätte oder auf Gehwegen mit starkem Gefälle anders keine ausreichende Wirkung erzielt werden kann, so die EDG. Auch die EDG nutzt nicht immer Salz zum streuen.

Info
In vielen Städten ist es verboten Salz zu streuen. In Dortmund darf nur Salz gestreut werden, wenn es besonders glatt ist (Glatteis) oder auf Gehwegen mit starkem Gefälle. Aus ökologischer Sicht ist es umstritten, Salz zu streuen. Laut Umweltbundesamt kann das Salz in das Grund- und Oberflächenwasser gelangen. Außerdem könne das Salz Bäume am Straßenrand oder im Garten schädigen.

Bei Tieren kann es zu Entzündungen der Pfoten führen. Die Salze greifen auch die Materialien zum Beispiel von Autos und Häusern an, können zu Zersetzungen führen. Das Umweltbundesamt empfiehlt die umweltfreundliche Alternative: Schneeschieben und salzfreie Streumittel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind -zum Beispiel Streugranulat. Sie bestehen aus Sand oder Kalkstein und verringern die Rutschgefahr ohne der Umwelt zu schaden.