Bild: Screenshot Gillette

Mit derart vielen Reaktionen hätte die Firma Gillette mit ihrem neuen Werbespot wohl nicht gerechnet – allerdings nicht ganz so nette Reaktionen.

Am Donnerstagmittag erreichte der Imagefilm auf Youtube mehr als 16 Millionen Aufrufe, rund 795.000 Dislikes und 386.000 Likes.

Bei Facebook teilten die User den Spot mehr als 182.000 Mal. Dazu gab es mehr als 30.000 Kommentare und zahlreiche Rückmeldungen zu Kommentaren von Gillette. Unter dem Hashtag #GilletteAd kursieren etliche Tweets.

Gillette will neuen Weg gehen

Die Rasierer-Marke Gillette wollte mit ihrem neuen Werbespot einen neuen Weg gehen. In ihrem neuen Werbespot behandelt die Marke Themen wie Gleichberechtigung, Mobbing, Zivilcourage und die sogenannte toxische Männlichkeit.

Spot zeigt Männer in veralteten Klischees

Zu Beginn zeigt der Spot mit den Worten „Jungs sind eben Jungs“ Männer, die sich so verhalten, wie es veraltete Klischees besagen. Da ist der Mann, der einer Frau in den Hintern kneift, die sich prügelnden Jungs und die Frau, die von den Männern im Meeting nicht ernst genommen wird.

Dann gibt es einen Cut. Der Spot zeigt Einspieler der Me-Too-Debatte mit den Worten: „Doch etwas hat sich geändert“ und „Und es gibt kein Zurück mehr.“

Nun werden Szenen gezeigt, in denen ein junger Typ seinem Kumpel sagt, dass das gerade kein cooler Anmachspruch war. Ein Vater reißt sich vom Grill los, trennt die sich prügelnden Jungs und erklärt ihnen, dass man sich so nicht behandelt.

Reaktionen über den Imagefilm gehen auseinander

Eine Stimme aus dem Off sagt: „Denn die Jungen, die heute zuschauen, sind die Männer von morgen.“

Der neue Imagefilm von Gillette sorgt für Reaktionen. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

Viele Zuschauer kritisieren, dass die Kampagne sexistisch sei, nur mit Klischees arbeiten würde und zudem alle Männer als Täter verunglimpfen würde. Außerdem würde Gillette alle schlechten Eigenschaften der Männer in einem Spot darstellen.

Andere befürworten den Imagefilm und finden die Botschaft gut, die Gillette teilt: Der Mann von Morgen ist nicht gewaltbereit, im Gegenteil. Er setzt sich für seine Mitmenschen ein, sagt in den richtigen Momenten das Richtige und bestärkt junge Frauen, wie es eine Szene aus dem Spot zeigt, in dem ein Vater seine Tochter darin ermutigt „Ich bin stark“ zu sagen.

Die Firma Gillette gibt auf ihrer Website ein Statement zu dem Werbespot ab:

Demnach müssten Marken wie Gillette erkennen, welchen Einfluss sie haben. Als eine Firma, die Männer ermutigt, ihr Bestes zu geben, hätte Gillette die Verantwortung, ein positives, realisierbares, inklusives und gesundes Bild davon zu vermitteln, was es heißt, ein Mann zu sein.

Gillette möchte den Stereotypen überdenken

Gillette würde nun nach den Reaktionen des Werbespots männliche Stereotypen und Erwartungen an den Mann infrage stellen und neu überdenken.

Aktuelle Top-Themen:

Im Rahmen der Kampagne möchte Gillette in den kommenden drei Jahren drei Millionen Dollar an Nicht-Regierungsorganisationen in den USA spenden, die sich dafür einsetzen, Männer zu Vorbildern für die nächste Generation zu machen.