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Bleigießen gehört bei vielen Menschen an Silvester einfach dazu. Fast schon wie ein Ritual wird das Metall in kleinen oder größeren Grüppchen gegossen. Doch damit ist jetzt Schluss – seit diesem Jahr ist Bleigießen verboten. Warum eigentlich?

Das Gießen von kleinen Figürchen aus Blei gehört seit diesem Jahr der Vergangenheit an. Denn der Verkauf von Bleigießsets ist verboten worden. Der Grund dafür ist simpel.

Bleigießen: Verbot wegen neuem EU-Gesetz

Der Grund, weshalb das beliebte Bleigießen ab diesem Jahr verboten ist, liegt in einem neuen EU-Gesetz. Dieses legt die Grenzwerte für Bleigehalte in Produkten fest. Es ist im April dieses Jahres in Kraft getreten und macht nun dem Silvester-Ritual den Garaus.

Nach dem neuen Gesetz darf der Bleigehalt in Produkten nicht mehr als 0,3 Prozent betragen. Die Sets beim Bleigießen enthalten aber rund 70 Prozent – das übersteigt die erlaubte Grenze enorm.

Blei ist schädlich für den Menschen und die Umwelt

Der Grund für das EU-Gesetz dürfte in der Problematik des Bleis liegen. Denn es handelt sich dabei um ein hochgiftiges Schwermetall, das sowohl für den Menschen, als auch für die Umwelt äußerst gefährlich ist.

Die neue Regelung soll die Bleibelastung für den Menschen und die Umwelt gering halten. Doch keine Sorge: Wer nicht auf Rituale verzichten kann, nutzt einfach eine der Alternativen.

Bleigießen als App oder Wachsgießen als Alternative

Wer nicht auf das beliebte Bleigießen verzichten möchte, kann sich auch einfach die entsprechende App runterladen. Denn mit der heutigen Technik ist es sogar virtuell möglich, das Blei zu gießen. Verrückt, oder?

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Eine andere Alternative ist Wachsfiguren. Das funktioniert genauso wie Bleigießen, nur mit Wachs. Eine weitere Alternative wäre Zinn. Entsprechende Sets gibt es im Einzelhandel zu kaufen.