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Der Jahreswechsel steht vor der Tür und somit auch viele neue Änderungen für Bundesbürger. Doch Verbraucher dürfen sich freuen: Ab 2019 gibt es deutlich mehr Geld. Lest hier, welche Dinge sich zum Jahreswechsel noch ändern – oder verbessern.

Das Jahr 2019 ist nicht mehr weit. Nur noch ein paar Tage und der Jahreswechsel steht an. Doch für das kommende Jahr wird sich in Deutschland für viele Bürger nicht nur das Datum ändern. Es gibt viele Veränderungen, die vor allem das Einkommen betreffen.

Änderungen für 2019 lassen die Kassen klingeln

Senioren können sich freuen, denn ab dem kommenden Jahr gibt es mehr Geld. Ab dem 1. Juli 2019 steigen die Renten in Westdeutschland um 3,18 Prozent und in Ostdeutschland um 3,91 Prozent.

Die Anpassung gilt neben den Altersrenten auch für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

Freude über mehr Geld auch bei den Minijobbern: Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Jahreswechsel ab dem 1. Januar 2019 von aktuell 8,84 Euro auf 9,19 Euro. Für das Jahr 2020 ist eine weitere Erhöhung geplant. Dann soll der Stundenlohn auf 9,35 Euro steigen.

Gute Nachrichten gibt es auch für Eltern, denn das Kindergeld wird ebenfalls erhöht. Wie die Rentenanpassung erfolgt die Angleichung der Kindergeldbeträge ebenfalls am 1. Juli 2019. Für jedes Kind gibt es dann zehn Euro mehr im Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 204 Euro und für das dritte 210 Euro.

Eltern, die kein Kindergeld, sondern einen Kinderfreibetrag bekommen, dürfen sich ebenfalls freuen. Denn die Summe steigt von aktuell 4.788 Euro auf 4.980 Euro.

Das ändert sich noch im kommenden Jahr

2019 bringt nicht nur mehr Geld, sondern auch viele andere Änderungen. So können etwa Teilzeitbeschäftigte ab dem 1. Januar 2019 aufatmen. Denn ab dem kommenden Jahr gibt es eine befristete Teilzeit für Arbeitnehmer. Das ermöglicht Menschen eine schnellere Rückkehr in die Vollzeitbeschäftigung.

Künftig können Arbeitnehmer laut der Verbraucherzentrale Berlin ihre Arbeitszeit für eine Dauer von ein bis fünf Jahre reduzieren. Aktuell gilt nur ein Recht auf unbegrenzte Teilzeit ohne Anspruch auf eine Rückkehr in die Vollzeit.

Negative Änderungen bringt das neue Jahr für Autofahrer, die ein Diesel-Fahrzeug führen. Denn ab 2019 treten neue Diesel-Fahrverbote in Kraft. Für einige Städte sind die Einschränkungen bereits bekannt und mit einem Datum datiert. In Gelsenkirchen und Essen etwa werden Diesel-Autos ab dem 1. Juli 2019 teilweise aus der Stadt verbannt.

Seit dem 15. Juni 2017 gilt in der ganzen EU die Freiheit „Roam like at home“. Bedeutet, dass Telefonieren, Simsen und Surfen im EU-Ausland genauso viel kostet wie Zuhause. Die Änderung galt jedoch nicht für Anrufe, die aus der Heimat ins Ausland getätigt wurden.

Das soll sich voraussichtlich ab dem 15. Mai 2019 ändern. Statt der bisher teils hohen Summen dürfen Telefonate ins EU-Ausland dann nur noch maximal 19 Cent und SMSen höchstens 6 Cent kosten.

Langsam aber sicher werden alle Euro-Banknoten gegen neue sichere Scheine ausgetauscht. Auch für das Jahr 2019 steht wieder ein Austausch an. Ab dem 28. Mai 2019 gibt die Europäische Zentralbank neue 100 und 200 Euro-Scheine heraus. Sie sollen kleiner sein und so besser ins Portemonnaie passen.