Bild: Foto: Paul Zinken/dpa

Am 27. Juni 2018 wurde eine 49-Jährige tot von ihrem Sohn in ihrer Wohnung in Herne-Röhlinghausen aufgefunden. Eine Obduktion ergab, dass sie sich das Leben nahm.

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf und wurde im Umfeld Toten fündig. Denn die Hernerin hatte einen Stalker – und litt scheinbar sehr unter seinen starken Anfeindungen.

Verstorbene zeigte Ex-Freund wegen Stalking an

Seit 2017 erstatte die Verstorbene immer wieder Anzeige gegen ihren Ex-Freund – wegen Nachstellung. Sie erreichte eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht Herne, die es ihrem Ex verbot, sich ihr zu nähren.

Nachstellung ist strafbar – wenn dadurch leichtfertig der Tod eines Menschen verursacht wird, droht sogar eine hohe Haftstrafe.

Ex-Freund stalkte vorher andere Frauen

Deshalb beantrage die Staatsanwaltschaft Bochum einen Haftbefehl gegen den 50-Jährigen Ex-Freund der Hernerin. Am Donnerstag (22. November) wurde der Gelsenkirchener festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt.

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Brisant ist, dass die 49-Jährige nicht das einzige Opfer des Stalkers war. Ermittlungen ergaben, dass der Mann schon vorher seinen geschiedenen Ehefrauen und Ex-Freundinnen auflauerte und sie schlug.

Telefonseelsorge

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche. Da dieser im Zusammenhang mit einer schweren Straftat steht, machen wir hier eine Ausnahme.

Wer Hilfe benötigt oder sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation befindet, der kann sich jederzeit kostenlos an die Telefonseelsorge wenden:

  • 0800/111 0 111
  • 0800/111 0 222