Bild: Florian Forth/Dortmund24

Vor drei Jahren versprach der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt, die Funklöcher in Deutschland zu schließen. Das ist bis heute nicht passiert. Auch im Ruhrgebiet gibt es noch reichlich Lücken im Handynetz.

An der Bahnhaltestelle am Dortmunder Stadion oder in der Bahn nach Bochum: Funklöcher sind auch im Ruhrgebiet noch immer an der Tagesordnung. Schuld daran sind die Netzbetreiber, denn der Ausbau geht nur schleppend voran.

Dabei hatte der ehemalige Bundesverkehrsminister Dobrindt 2015 versprochen: „2018 sind dann auch alle lästigen Funklöcher in Deutschland geschlossen.“ Geworden ist daraus nichts.

Doch jetzt legt er nach und will die Funklöcher notfalls staatlich flicken lassen. Wo der Netzausbau nicht funktioniere, solle der Staat künftig Mobilfunkmasten bauen, bis die Funklöcher geschlossen sind, sagte der heutige CSU-Landesgruppenchef am Donnerstag (3. Januar).

„Netzabdeckung an jeder Milchkanne“

Auch andere Politiker reagierten auf seine Forderung nach einem der „besten Mobilfunknetze der Welt“. SPD-Chefin Andrea Nahles forderte Netzabdeckung „an jedem Küstenstreifen Deutschlands, auf jedem Gipfel und an jeder Milchkanne dazwischen.“ Eine Spitze gegen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die genau das kürzlich für unnötig hielt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte jedes Funkloch „eine Peinlichkeit“. Er nahm die Mobilfunkanbieter in die Pflicht. Sonst werde der Staat eingreifen, um die „weißen Flecken auf dem Land“ zu beseitigen.

Streit gibt es derzeit um das sogenannte lokale Roaming. Dabei sollen die Provider ihre Netze auch für Kunden der Wettbewerber öffnen, die in der Region sonst keinen Empfang hätten. So hätte jeder überall Netz. Die Netzbetreiber finden hingegen, dies entwerte teure Investitionen in Funkmasten.

Je nachdem, wie der Streit ausgeht, sind Funklöcher im Ruhrgebiet künftig hoffentlich passé.

Netz und Hotspots in den Stadtbahnstationen

In den Dortmunder Stadt-Bahnen ist das Netz zwar nicht turboschnell, aber immerhin vorhanden. Das hatten wir bereits vor gut einem Jahr getestet. An einer Verbesserung werde jedoch bereits gearbeitet.

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In der Dortmunder Innenstadt stehen außerdem zahlreiche Hotspots von Dokom21 – zeitweise kostenlos – zur Verfügung. Damit lässt sich zumindest im Internet surfen.

(Mit Material der dpa)