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Das marode Atomkraftwerk Fessenheim soll 2020 vom Netz gehen. Das hat Frankreichs Präsident Macron bekanntgegeben. Doch es gibt noch weitere Atomkraftwerke in unseren Nachbarländern, die dem Ruhrgebiet bei einer Katastrophe gefährlich werden können.

Das umstrittene französische Atomkraftwerk, oder genauer Kernkraftwerk, Fessenheim an der Grenze zu Baden-Württemberg wird 2020 geschlossen. Das hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag (27. November) versprochen.

Zwölf weitere Kernkraftwerke sollen zudem bis 2035 abgeschaltet werden.

Bei den Nachbarn laufen die AKWs noch

Obwohl es in NRW kein Atomkraftwerk mehr am Netz gibt, sieht das in den Nachbarländern anders aus. Belgien und Frankreich haben noch zahlreiche Kraftwerke laufen. Bei einer Katastrophe könnten diese auch dem Ruhrgebiet gefährlich werden.

Das liegt insbesondere daran, dass der Wind meist aus Südwest weht. Das könnte auch frei werdende Strahlung bis ins Ruhrgebiet bringen. Vorhersagen lässt sich das aber nur schwer, wie österreichische Wissenschaftler herausgefunden haben.

Kraftwerke in der Nähe von Dortmund

Diese Kraftwerke liegen rund um NRW und könnten im Falle einer Katastrophe auch Einfluss auf Dortmund haben:

Frankreich gilt als „Atomland“ und betreibt nach früheren Angaben 58 Atomreaktoren. Mehr als 70 Prozent der französischen Stromproduktion kommen aus der Kernkraft.

Dem Ruhrgebiet könnte besonders der Atommeiler „Tihange“ in Belgien gefährlich werden. Dort werden regelmäßig technische Mängel bekannt.

Pläne auf Servern in Dortmund gefunden

Zuletzt waren Pläne des Atomkraftwerks Fessenheim auf Servern in Dortmund gefunden worden. Bei einer umstrittenen Razzia im linken Kulturzentrum „Langer August“ in der Nordstadt hatten Polizeibeamte zahlreiche Datenträger beschlagnahmt.

Weitere Nachrichten aus Dortmund:

Später wurde bekannt, dass darauf unter anderem vertrauliche Pläne des Atomkraftwerks lagerten. Von wem die Pläne stammten, ist bislang nicht bekannt. Die Französischen Behörden werteten dies jedoch als Angriff auf die nationale Sicherheit.

Mit Material der dpa.