Das Mülheimer Unternehmen Discovering Hands bildet Frauen mit starker Sehbehinderung zu Medizinisch-Taktilen Untersucherinnen aus, die Brustkrebs erkennen sollen. Nun erhielt das Unternehmen eine Spende von 1,4 Millionen Euro.

Das Mülheimer Unternehmen Discovering Hands bildet blinde oder stark sehbehinderte Frauen zu Medizinisch-Taktilen Untersucherinnen, kurz MTUs, aus. Das bedeutet, dass sie lernen, die weibliche Brust nach Veränderungen im Gewebe abzutasten, die auf Brustkrebs hindeuten können.

Die Stiftung Skala unterstützte diese Arbeit nun mit einer Spende in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Organisationen, die eine große soziale Wirkung haben.

Noch mehr Fortbildungen für sehbehinderte Frauen

Das Unternehmen möchte die Zahl der Untersucherinnen deutlich ausbauen. Dafür soll die Spende laut Discovering Hands genutzt werden.

Die Fortbildung dauert neun Monate und beinhaltet verschiedene Praktika und vereint Theorie sowie Praxis. Wichtigster Bestandteil der Fortbildung ist es, die Untersuchung durch Tasten zu erlernen. Aber auch Informationen rund um die Brust, Basiswissen in Therapie und Diagnostik sowie die Kommunikation mit den Patienten spielen eine wichtige Rolle.

Ausgebildete MTUs erkennen Gewebeveränderungen eher

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Da Blinde einen deutlich besseren Tastsinn als Menschen ohne Sehbehinderung haben, sollen sie Veränderungen im Brustgewebe besser erkennen und auch schon kleine Veränderungen spüren können. Laut Studien kann eine MTU 30 Prozent mehr und auch 50 Prozent kleinere Gewebeveränderungen feststellen als Ärzte.

Discovering Hands hat bereits 40 Medizinisch-Taktile Untersucherinnen ausgebildet, die in Praxen in ganz Deutschland tätig sind. Auch Praxen in Dortmund und Umgebung bieten die speziellen Tastuntersuchungen bereits an.

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