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Seit vielen Jahrzehnten wird im Bermudadreieck in Bochum gefeiert, was das Zeug hält. Doch die Szene habe sich verändert, findet Wirt Helmut Schwalm. Vor allem Frauen würden sich auf der Partymeile nicht mehr sicher fühlen. Das steckt dahinter.

Im Bermudadreieck in Bochum reiht sich eine Bar an die nächste. Entlang der Kortumstraße ist für jeden etwas dabei. Wer Lust auf Döner, Cocktails, Kino, Burger oder ein Astra hat, wird hier fündig.

Bermudadreieck: Alkoholexzesse und Belästigungen

Doch auf der wohl größten Partymeile des Ruhrgebiets fühlen die Besucher sich nicht mehr sicher. Das meint zumindest Helmut „Manusch“ Schwalm, der seit acht Jahren die Bar „Kult“ im Bermudadreieck mit betreibt. In einem Interview mit der „WAZ“ spricht der 69-Jährige von Alkoholexzessen, Pöbeleien und Belästigungen.

Vor allem Frauen würden sich im Bermudadreieck nicht mehr sicher fühlen, so der Barbetreiber. Für den Negativtrend in Bochum nennt Schwalm gegenüber der „WAZ“ drei Hauptgründe.

Ein Problem stelle der Rewe-Markt auf der Kortumstraße dar. Hier können Jugendliche sich bis 24 Uhr mit Alkohol eindecken. Man achte in dem Supermarkt zwar auf die gesetzliche Altersbeschränkung für Alkohol, doch die Älteren würden den Schnaps ja sowieso an die Minderjährigen weitergeben. Schwalm fordert, dass der Rewe um spätestens 22 Uhr schließt.

„Nicht-Europäer“ verbreiten Furcht

Gegenüber der „WAZ“ erklärt der 69-Jährige außerdem, dass „Nicht-Europäer“ im Bermudadreieck ein ebenso großes Problem darstellten. Sie würden Frauen belästigen und „allein durch ihr Auftreten Furcht verbreiten“.

Als jüngstes Beispiel führt der Gastronom die Silversternacht an. Dort sollen Dutzende Männer rücksichtslos Raketen und Böller gezündet haben, so Schwalm. „Die Silvestergäste blieben um 24 Uhr verschreckt in den Lokalen und trauten sich nicht raus. Von der Polizei war weit und breit nichts zu sehen.“

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Von Letzterer vermisse Schwalm das ganze Jahr über verstärkte Präsenz. Es fehle an den Wochenenden an Abschreckung durch sichtbare Streifen, so der „Kult“-Chef.

Bochumer Polizei spricht von weniger Straftaten

Die Polizei jedoch spricht von einem Rückgang der Straftaten. In Relation zu der großen Anzahl von Besuchern seien die registrierten Delikte wie Raub, Diebstahl und Körperverletzungen unauffällig, so Polizeisprecher Frank Lemanis gegenüber der „WAZ“.

Auch die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) widerspricht „Manusch“ Schwalms Aussagen über das Bermudadreieck. „Gemessen an der Kneipendichte und Besucherzahl sind wir eine Insel der Seligen“, sagt Sprecher Dirk Steinbrecher.

Sorgen bereite der Gemeinschaft lediglich die zahlreichen Shisha-Bars auf der Brüderstraße, in denen zuletzt immer wieder Razzien durchgeführt wurden. Hier arbeite man an Lösungen. Weitere Informationen zu dem Thema könnt ihr bei der WAZ nachlesen.