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Im Fall des tot aufgefundenen Babys „Mia“ gibt es neue Entwicklungen. Eine Tatverdächtige wurde in ihrer Wohnung in Duisburg festgenommen. Dort fand die Polizei ein weiteres totes Baby.

Update, 21. Dezember: Entgegen vieler Vermutungen sollen die beiden toten Babys keine Zwillinge sein. Das ist das Ergebnis der Obduktion und der nachfolgenden Untersuchung des aus Polen überlieferten toten Babys laut der Polizei Duisburg. Denn der DNA-Abgleich mit der kleinen Mia, die tot in Rumeln aufgefunden wurde, ist negativ.

Für die Ermittler heißt das nun, dass sie wieder am Anfang stehe. Deshalb suchen sie nun eine weitere Frau. Sie soll in den letzten Monaten zugenommen haben oder sich im sozialen Verhalten verändert haben.

Weiterhin bleibt der Altkleider-Container in Homberg eine wichtige Spur. Außerdem bittet die Polizei um Hinweise von möglichen Zeugen.

Update, 9. Dezember: Ob die zwei Babyleichen aus Duisburg tatsächlich Zwillingsschwestern waren, ist weiter unklar. Die Ermittler warten immer noch auf Gewebeproben des in Polen gefundenen Babys. Dessen DNA soll mit der Erbinformation der Babyleiche verglichen werden, die in der Duisburger Wohnung gefunden worden war.

Update, 4. Dezember:

Im Fall der zwei tot aufgefundenen Babys in Duisburg wollen die Ermittler nun herausfinden, ob es sich um Zwillingsschwestern handelt. Dies liege laut der Polizei nahe. Gewissheit soll eine Untersuchung der DNA des in Polen gefundenen Mädchens liefern.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hofft, dass das für die Untersuchung nötige Gewebematerial noch in der laufenden Woche aus Polen eintrifft.

Urprungsmeldung:

Mitte November hatten Mitarbeiter einer Altkleidersammlung in Polen eine erschreckende Entdeckung gemacht. In einem Kleidercontainer fanden sie zwischen den Kleidungsstücken ein totes Baby. Das Neugeborene wurde in Duisburg abgelegt.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konzentrierte sich die Polizei bei ihren Ermittlungen nach der Mutter des Babys auf die Rheinpreußenstraße und Umgebung. Ein Leichenspürhund hatte an einem Altkleidercontainer in genau dieser Straße Alarm geschlagen.

Suche nach Mutter von Baby „Mia“ erfolgreich

Daraufhin hängten Beamte in dieser Gegen am Freitag (30. November) mehrere Plakate auf, mit denen sie die Mutter von „Mia“, wie die Polizei das Baby nennt, finden wollen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit, dass erste Hinweise die Ermittler auf die Spur einer möglichen Tatverdächtigen aus dem Stadtteil Rumeln brachten.

In der Nacht zum Samstag (1. Dezember) durchsuchten die Kripobeamten schließlich die Wohnung der 35-Jährigen. Sie fanden umfangreiches Beweismaterial, wie zum Beispiel blutige Bettlaken. Außerdem fand man eine weitere Babyleiche.

Zweites Baby war in Laken versteckt

Das kleine Mädchen war in Laken und Plastiktüten versteckt. Die Frau gestand die Geburt des Babys. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der zuständige Richter am Samstagnachmittag Haftbefehl wegen Totschlags.

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Die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden dauern an.