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Yummy! In England gibt es eine neue Köstlichkeit in den Speisekarten der Restaurants. Zwischen leckeren Scones, Porridge oder Bangers and Mash, mogelt sich in London immer wieder ein niedliches Nagetier auf die Teller der Gäste: Grauhörnchen. So niedlich wie ein Eichhörnchen! Und Lecker?

In London wird Grauhörnchen jedenfalls immer öfter in Restaurants angeboten. Das berichtet unter anderem die britische Tageszeitung The Guardian. Besonders gerne wird das Fleisch des Tierchens als Ragout angeboten – und dabei als besonders nachhaltige Fleischvariante gefeiert.

London hat eine Nager-Plage

Denn England hat ein Problem – mit dem Grauhörnchen. Das stammt nämlich eigentlich aus Nordamerika und verdrängt in England zunehmend das heimische rote Eichhörnchen. Also machten die Londoner aus der Not eine Tugend und setzten das Grauhörnchen, welches so oder so gejagd werden soll, auf ihre Speisekarte.

Wer das auch mal probieren will und nun anfängt, im heimischen Garten auf Eichörnchenjagd zu gehen, der sei noch einmal an den Unterschied zwischen den beiden Nagern erinnert.

Eichhörnchen nicht gleich Grauhörnchen

Zwar sind beide niedlich und haben dunkle Knopfaugen, doch während die Grauen laut NABU robust und wanderfreudig sind und sich so zunehmend in Europa verbreiten, gibt es von den Roten immer weniger. Sie leiden unter den Krankheiten, die ihre Artgenossen aus Amerika mitbrachten.

Auch deshalb wurden die Grauhörnchen in England zum Abschuss freigegeben. Währenddessen steht das rote Eichhörnchen unter besonderem Schutz. In Deutschland kommt das Grauhörnchen laut NABU in freier Wildbahn noch fast gar nicht vor. Wer den Nager probieren will, sollte also lieber eine kulinarische Reise nach London planen.

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Den Restaurantbesuchern in der britischen Hauptstadt gefällt jedenfalls, was sie auf ihren Tellern liegen haben. Denn der kleine Nager soll wirklich schmackhaft sein. Angeblich, so heißt es in einem Bericht des Stern, erinnert es vom Geschmack her an Kaninchen. Außerdem stammt das Fleisch nicht von Tieren aus Massentierhaltung. Warum also nicht.