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Der Vulkan am Laacher See in der Eifel ist das letzte Mal vor 12.900 Jahren ausgebrochen. Erstmals deuten nun leichte Erdbeben auf Magmabewegungen hin.

Eine gemeinsame Studie des Landeserdbebendienst NRW, Erdbebendienst Südwest, dem Karlsruher Institut für Technologie und dem Deutschen GeoForschungszentrum weist auf leichte Erdbeben unter dem Laacher See nahe der Grenze zu NRW hin.

Erdbeben weisen auf Magmenbewegungen hin

Die Erdbeben sind tief in der Erde und niedrigfrequentiert. Für die menschliche Wahrnehmung sind sie zu schwach. Dennoch gelten sie als Hinweis für Bewegungen von Magma.

Die Forscher vermuten, dass Magma aus dem oberen Erdmantel in die Erdkruste steigt. Dies bedeutet, dass unter dem See Magmenkammern existieren, die sich mit der Zeit langsam füllen können.

Keine Gefahr durch Vulkan in der Eifel

Es besteht allerdings kein Grund zur Panik. Die Erdbeben sind noch keine Anzeichen für eine aktuell bevorstehende Aktivität. Es bedeutet nur, dass der Vulkan am Laacher See in der Eifel nicht komplett erloschen ist.

Letzter Ausbruch vor Tausenden von Jahren

Bewegungen von Magma dauern sehr lange. Der letzte Ausbruch des Laacher Vulkans war vor 12.900 Jahren. Datierungen zufolge habe es davor um die 30.000 Jahre gedauert, bis die Magmenkammern gefüllt waren.

Deutlich stärkere Erdbeben unter aktiven Vulkanen

Unter aktiven Vulkanen lassen sich solche Erdbeben regelmäßig beobachten. Ein Aufstieg von Magma in die flache Erdkruste, also weiter Richtung Erdoberfläche, gehe mit deutlich höher frequentierten Erdbeben einher.

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Außerdem hebt sich dann auch die Erdoberfläche an. Diese Phänomene sind am Laacher See nicht aufgetreten.