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Wie kann das Ruhrgebiet noch grüner und lebenswerter werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit das Themenforum „Grüne Infrastruktur – Metropolregion Ruhr“ und sammelt Ideen zur Weiterentwicklung von Grünflächen in der Metropole Ruhr.

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser will die „Grüne Infrastruktur“ im Ruhrgebiet ausbauen und stärken.

Dafür berät sich die Ministerin derzeit mit Mitgliedern des Naturschutzbundes (NABU) sowie der Emschergenossenschaft über Möglichkeiten, Grün- und Freiflächen im Ruhrgebiet zu sichern.

Grünes Netzwerk soll sich durchs Ruhrgebiet ziehen

Vorhandene Grünanlagen sollen jedoch nicht nur gesichert, sondern auch miteinander verbunden und weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Themenforums „Grüne Infrastruktur – Metropolregion Ruhr“ sollen dafür Lösungen gefunden werden.

„Wir stecken mitten im Klimawandel und unsere Artenvielfalt ist in Gefahr. Deshalb müssen wir bei der Entwicklung unserer Städte die Vorteile von vernetzten Grün- und Freiflächen nutzen“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Man brauche eine „Grüne Infrastruktur“, die gleichberechtigt zur grauen Infrastruktur ist. Konkret bedeutet das, dass ein strategisch geplantes Netzwerk von natürlichen oder naturnahen Grünanlagen entstehen soll. Dieses soll sowohl die verdichteten Städte und Ballungsräume im Ruhrgebiet sowie den ländlichen Raum durchziehen.

Ruhrgebiet soll nachhaltig und attraktiv sein

So könne eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels geschaffen werden. Außerdem soll das Ruhrgebiet ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges, gesundes sowie attraktives Umfeld darstellen.

„Grüne und blaue Infrastruktur ist der Schlüsselfaktor für die Zukunft des Ruhrgebiets: Eine lebenswerte Region für Mensch und Natur“, sagt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.

Aktuelle Top-Themen:

150 Experten legten am Montag (14. Januar) den Grundstein für die Bildung eines großen Netzwerks, um Ideen für ein grüneres Ruhrgebiet zu entwickeln. Dabei kann in der Metropole Ruhr auf erfolgreiche Projekte aufgebaut werden.

Dortmund gehört bundesweit zu den grünsten Großstädten

Dazu gehören beispielsweise der Emscher Landschaftspark und die Renaturierung der Emscher. Bereits im September 2018 wurde der unterirdische Abwasserkanal zwischen Dortmund und Bottrop zum ersten Mal geflutet.

Auch sonst trägt Dortmund viel zum Thema grünes Ruhrgebiet bei. Laut einer Auswertung der Berliner Morgenpost gehört Dortmund (unter den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern) mit einem Grünflächen-Anteil von 70,7 Prozent bundesweit zu den grünsten Großstädten.

Das Themenforum „Grüne Infrastruktur“ des Umweltministeriums ist Bestandteil der Ruhr-Konferenz, die von der Landesregierung initiiert wurde, um die Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer erfolgreichen Metropolregion voranzubringen.