Bild: Foto: Fredrik von Erichsen

Mehr als ein Dutzend Schüsse hatten Unbekannte am Freitagabend (4. Januar) auf eine belebte Spielhalle in Köln-Buchheim abgefeuert. Nur durch Zufall wurde niemand verletzt.

Wenige Stunden vor dem Angriff sind auch in der Nähe des Hauptbahnhofs auf offener Straße Schüsse gefallen. Auch hier gab es keine Verletzen.

Ein 29-jähriger Rocker sitzt nun im Knast

Die Polizei nahm einen 29-jährigen Tatverdächtigen fest. Er sitzt jetzt in U-Haft. Dabei soll es sich um einen bewaffneten Rocker handeln.

Zwischen den Bandidos und den Hells Angels in Köln kam es zu Auseinandersetzungen. Foto: dpa
Zwischen den Bandidos und den Hells Angels kam es zu Auseinandersetzungen in Köln. Foto: dpa

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchter Tötungsdelikte. Immer wieder kommt es in Köln zu Angriffen mit Schusswaffe.

Es stellt sich die Frage: Tobt in Köln ein Rocker-Krieg?

Zumindest registriert die Polizei eine „Eskalation andauernder Streitigkeiten im Rockermilieu“. Rivalisierende Banden sollen für die wiederholten Schüsse verantwortlich sein.

Die Polizei gibt heute Infos in einer Pressekonferenz

In Kürze wollen Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln die Hintergründe in einer Pressekonferenz erläutern. Nach Berichten von Kölner Medien hat sich zuletzt die Rivalität zwischen Hells Angels und Bandidos in der Stadt zugespitzt.

Dies seien keine Rocker im eigentlichen Sinne, sondern kriminelle Banden, die wirtschaftliche Interessen verfolgen.

Die Polizei will stärker gegen die Rockerbanden vorgehen

Die Kölner Polizei will künftig härter gegen rivalisierende Rockerbanden vorgehen. Am Mittwoch (9. Januar) habe es bereits erste Durchsuchungen gegeben, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob.

Zivilfahnder und erfahrene Ermittler aus dem Bereich der organisierten Kriminalität werden nun verstärkt kontrollieren.

Die Hells Angels hätten in Köln an Macht verloren

Bei den Vorkommnissen handele es sich um einen lokalen Kölner Konflikt. Die Hells Angels hätten zunehmend ihre Durchsetzungskraft und ihr Ansehen in der Szene verloren. Der Kölner Bandidos-Chef wolle das für seine Machtspielchen ausnutzen.

Die Rivalitäten zwischen den Rockerbanden gefährden nach Einschätzung der Polizei derzeit die öffentliche Sicherheit in Köln.

„Mitten auf Kölner Straßen wird mit hochkarätigen Waffen geschossen“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Mittwoch. „Als wären wir hier im Wilden Westen wird hier rumgeballert.“

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Auf Außenstehende werde bei den Schießereien keine Rücksicht genommen. Es sei ein „glücklicher Zufall, dass bisher noch niemand zu Tode gekommen“ sei, sagte Klaus-Stephan Becker, Leiter Direktion Kriminalität. Mit dpa-Material