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Zum Glück ging das daneben – in Iserlohn bewaffnete sich ein Mann mit einer Armbrust und schoss auf seinen Nachbarn. Wie durch ein Wunder kam der glimpflich davon. Noch spekuliert die Polizei darüber, was den Streit auslöste und wie der so eskalieren konnte.

Es muss wie im Film zugegangen sein. Nach einem Streit mit seinem Nachbarn trat gegen 23 Uhr ein 48-jähriger Iserlohner die Wohnungstür eines 31-jährigen ein. Bewaffnet mit einer Armbrust schoss der Iserlohner dann auf seinen Nachbarn, verletzte ihn aber nur leicht am Hals. Was in zu dieser Tat trieb, darüber geben erste Untersuchungen der Polizei Hinweise.

Denn wie sich später herausstellte, stand der wutentbrannte Schütze nicht nur unter Alkohol, sonder auch unter Drogeneinfluss. Im Wahn eskalierten wohl seine Wut und er ging mit der Armbrust auf das Opfer los.

Verletzter verbarrikadiert sich

Was dann folgte, musste sich nicht weniger wie der letzte Actionstreifen angefühlt haben: Gemeinsam mit einem Zeugen gelang es dem Opfer, den Schützen aus der Wohnung zu drängen. Sie verbarrikadierten sich und verständigten die Polizei.

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Den Polizisten gelang es, den Mann noch im Haus zu überwältigen und festzunehmen. Durch den Pfeil aus der Armbrust wurde das Opfer leicht am Hals verletzt.

Das Motiv ist bisher unklar. Laut Polizei stand der Schütze jedoch vermutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen den Täter wird nun wegen versuchten Totschlags ermittelt.