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Die Loveparade-Katastrophe von Duisburg ist nun schon mehr als acht Jahre her. Doch noch immer beschäftigt der Fall die deutsche Justiz. In einem Rechtsgespräch soll nun geklärt werden, wie es in diesem Fall weitergeht. Eine Einstellung des Verfahrens scheint nicht ausgeschlossen.

Am 16. Januar soll ein Rechtsgespräch mit allen Beteiligten Juristen im Landgericht Duisburg stattfinden. Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertreter und Verteidiger können in dem Gespräch zum bisherigen Verlauf der Beweisaufnahme und dem vorläufigen Ergebnis Stellung nehmen. Das teilte das Landgericht Duisburg, das sich mit Loveparade-Strafverfahren befasst, am Dienstag (4. Dezember) mit.

Auch das Gericht will eine eigene Einschätzung abgeben.

Verfahrenseinstellung möglich

Mitte Januar entscheidet sich also, wie es im Strafprozess um die Loveparade-Katastrophe weitergeht. Ob der Prozess bis zu einem Urteil fortgesetzt wird oder vorher ohne Urteil eingestellt wird, ist derzeit offen.

Loveparade Duisburg
Immer wieder kehren Menschen an den Unglücksort zurück um zu trauern. Foto: dpa

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg starben 21 Menschen im Gedränge, weitere 652 verletzten sich. Am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände entstand eine Massenpanik.

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Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor