Bild: Federico Gambarini

Da bereiten sich die Studenten monatelang vor und dann das: In Münster sind jetzt 25 Jura-Prüfungen für das erste Staatsexamen verloren gegangen. Den Studierenden bleiben jetzt zwei Möglichkeiten.

Es ist der Albtraum eines jeden Jurastudenten: Monatelang bereiten sich die Studierenden auf das erste Staatsexamen vor – und dann geht die geschriebene Prüfung auf dem Weg vom Erst- zum Zweitprüfer verloren. Genau das ist jetzt 25 Jurastudenten aus Bielefeld, Münster und Bochum passiert.

Laut einem Sprecher des Justizprüfungsamts habe der Erstprüfer aus Hamm die Jura-Prüfungen vom August korrigiert und am 19. Oktober per Post zum Zweitprüfer nach Münster geschickt. Das hat das Amt dem WDR bestätigt. Die Quittung des Paketdiensts besagt, dass die Prüfungen ordnungsgemäß im Gerichtszentrum angekommen sind.

Der weitere Weg der verschwundenen Jura-Prüfungen ist allerdings unklar. Aufgefallen ist die Sache erst, als eine Bielefelder Studentin nachgefragt hat, warum sie noch keine Ergebnisse der Examensprüfung vom Sommer bekommen hat.

Studenten müssen sich entscheiden

Für die betroffenen Studenten ist das der größte Horror. Denn auch die verbleibenden Möglichkeiten sind nicht wirklich zufriedenstellend: Die 25 Studierenden können sich entweder mit der Note des Erstprüfers zufrieden geben – oder die Prüfung zum Staatsexamen nochmal schreiben. Und das ist kein Zuckerschlecken: Das Staatsexamen für Juristen gilt als eine der schwersten Prüfungen.

Weitere Nachrichten auf Dortmund24:

Bis zum nächsten Freitag (14. Dezember 2018) haben die Studenten Zeit, sich zu entscheiden. Das Justizprüfungsamt bedauert den Vorfall – es handele sich jedoch um einen absoluten Einzelfall. Das hat ein Sprecher gegenüber dem WDR betont.

2018 seien demnach mehr als 10.000 Klausuren beim Prüfungsamt angekommen, 25 davon seien jetzt verloren gegangen.