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Die Landesregierung will ab 2020 ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr einführen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag (8. Januar) in Düsseldorf an. Bisher gab es für Eltern nur im letzten Kita-Jahr finanzielle Entlastung.

Die neue Regelung soll zum Kita-Jahr 2020/2021 in Kraft treten. Das Land stellt dafür Kosten in Höhe von rund 210 Millionen Euro zur Verfügung. Generell kostenfrei wird die Kita, anders als im Bundesland Berlin, allerdings nicht.

Kita-Beiträge von Stadt zu Stadt unterschiedlich

Wie sich die Kita-Beitrage gestalten, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich, wie der Bund der Steuerzahler NRW berichtet. Während die Stadt Düren die Elternbeiträge zum 1. August 2018 abgeschafft hatte, müssen Eltern in Mühlheim richtig tief in die Tasche greifen. In der höchsten Einkommensstufe sind hier für eine 45-stündige Ü2- bzw. Ü3-Betreuung bis zu 896 Euro fällig. 

Eine generelle Beitragsfreiheit würde NRW zwischen 750 und 800 Millionen Euro kosten. Die schwarz-gelbe Landesregierung will aber lieber Geld in die Qualität der Kindertagesstätten stecken.

Neues Kinderbildungsgesetz für Kitas in Planung

Dafür ist zurzeit ein neues Kinderbildungsgesetz in Planung, um die langjährige strukturelle Unterfinanzierung der rund 9.800 Kitas landesweit zu beenden. Joachim Stamp und die kommunalen Spitzenverbände unterzeichneten dafür am Dienstag in Düsseldorf eine Vereinbarung.

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Für das Kindergartenjahr 2020/2021 werden nun zusätzliche 750 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, davon die Hälfte, also 375 Millionen Euro, von den Kommunen. Damit erreiche das Gesamtvolumen der Finanzierung der Kinderbetreuung etwa 6,8 Milliarden Euro, erklärten die Kommunen. (mit Material von dpa)