Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Für Fahrradfahrer könnte es bald eine Erleichterung im Straßenverkehr geben. Die Bundesanstalt für Straßenwesen prüft einen Grünpfeil für den Radverkehr.

In Anlehnung an den Grünpfeil, den es derzeit schon längst gibt, könnte es bald auch ein ähnliches Verkehrsschild nur als Erweiterung für Fahrradfahrer geben.

Wie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) am Montag (7. Januar) mitteilte, werde derzeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen einen Pilotversuch durchgeführt, um die grundsätzliche Umsetzbarkeit zu testen.

So sieht das Schild aus:

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) führt derzeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen einen Pilotversuch durch, um die grundsätzliche Umsetzbarkeit einer Grünpfeilregelung für den Radverkehr zu prüfen. Grafik: Bundesanstalt für Straßenwesen
So sieht die Erweiterung des Grünpfeils für Radfahrer aus. Grafik: Bundesanstalt für Straßenwesen

Ganz neu ist die Regelung mit dem Grünpfeil natürlich nicht. Es gibt sie schon seit 1994 in der bundesdeutschen Straßenverkehrsordung – allerdings ohne explizite Fokussierung auf den Radverkehr. In der DDR wurde der Grünpfeil sogar schon 1978 eingeführt.

Wird Regelung erweitert?

Die Regelung, die bislang nur für den rechten Fahrstreifen einer Straße gilt, könnte bald durch eine Novelle der Straßenverkehrsordnung auf am rechten Fahrbahnrand gelegene Radfahrstreifen ausgedehnt werden.

An der Regelung an sich ändert sich aber nichts. Bei Rot an Ampeln können Verkehrsteilnehmer nach vorherigem Anhalten rechts abbiegen. Das nun zu testende Schild ist dann aber nur an Fahrradfahrer gerichtet.

Ruhrgebiet bei der Testphase nicht dabei

Das Ruhrgebiet kommt vorerst aber nicht in den Genuss, Testregion zu werden. In NRW sind nur Düsseldorf, Köln und Münster bei der Testphase dabei.

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Außerdem machen Bamberg, Darmstadt, Leipzig, München, Reutlingen und Stuttgart bei der Pilotphase mit, die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben wurde.

Im Jahr 2020 soll auf Basis der gewonnenen Erfahrungen dann beschlossen werden, ob die Straßenverkehrsordnung entsprechend angepasst wird.