Bild: Marcel Stawinoga

Der Plumplori Helene hat bisher alleine im Zoo Dortmund gelebt. Jetzt hat sie Gesellschaft bekommen. Am Mittwoch (31. Oktober) ist ein männlicher Zwergplumplori, der aus einer Beschlagnahmung stammt, in den Zoo gezogen.

Plumploris gehören zur Familie der Primaten. Sie zählen zu den am häufigsten geschmuggelten und illegal gehandelten Tierarten Asiens. Dieses Schicksal ereilte auch den neuen Zwergplumplori aus dem Dortmunder Zoo.

Plumplori war Opfer von Schmugglern

Anfang Juni beschlagnahmte die Naturschutzbehörde der Stadt Leipzig den das Tier. Nach einer gewissen Zeit in Quarantäne durfte er dann zu Helene nach Dortmund.

Aber erstmal nur gucken. Momentan befinden sich die Beiden in getrennten Gehegen, können sich aber in Ruhe „beschnüffeln“. Und laut dem Dortmunder Zoo hat es auch schon geknistert. Beide sollen Interesse füreinander gezeigt haben.

Plumplori sind einige der wenigen giftigen Säugetiere

Noch äußert sich die Naturschutzbehörde nicht zu dem Strafverfahren der Schmuggler. Seit dem 13. September 2007 ist der kommerzielle Handel mit den Plumplori-Arten verboten.

Das Fangen und der illegale Handel sind die größten Bedrohungsfaktoren für die Tiere. Und es gibt noch einen weiteren Grund. Die Primaten sind für den Menschen giftig. Deshalb werden ihnen oft Zähne entfernt oder gekürzt, damit sie nicht beißen können.

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Plumploris haben eine Drüse an ihren Armen, die ein Sekret produziert. In Kombination mit dem Speichel der Primaten wird dieses Sekret giftig. Da sich die Tiere mit ihrer Zunge putzen, verteilen sie das Sekret über das gesamte Fell. Sie haben damit praktisch einen Ganzkörper-Giftschutz.

Dortmunder Verein schützt die Plumploris

Auf Youtube gibt es zahlreiche Videos, in denen Plumploris gekitzelt werden. Was süß wirkt, ist für die Tiere Stress. In Südostasien werden sie gefangen und für Fotos an Touristen verkauft. Ein Verein aus Dortmund will die gefährdeten Primaten nun schützen.