Nach einer längeren Vorbereitungszeit ist der Löwe „Lolek“ aus dem Zoo Dortmund am Donnerstagmorgen (11. Januar) nach Brasilien abgereist. Er wird im Zoo Belo Horizonte seine neue Heimat finden.

Notwendig war diese Maßnahme, da das Raubtierhaus energetisch saniert werden muss. Das Haus wurde 1978 gebaut und galt damals als modern und schick. Doch nach 40 Jahren zeigt auch ein solide gebautes Haus seine Mängel. Und dabei darf man nicht vergessen, dass Tierhäuser und Tieranlagen sich viel schneller abnutzen als ein normales Wohnhaus.

Außerdem hat man sich in den 70er Jahren über den Energiebedarf noch nicht so große Gedanken gemacht, daher wurde weitgehend auf Wärmedämmung und Isolierung verzichtet. Dies wird jetzt nachgeholt.

Zudem werden die Sicherheitsvorrichtungen auf den neusten Stand gebracht: Schieber und Absperrgitter werden erneuert und neue Sicherheitstechnik eingebaut. Eine neue Bodenheizung wird für ein gutes Klima sorgen. Die beiden Innengehege, die vorher je Tiger und Löwen beherbergten, werden zusammengelegt. Die Außenanlagen werden erweitert und ebenfalls miteinander verbunden.

Zoo will auch in Zukunft Löwen zeigen

Der Transfer von „Lolek“ nach Brasilien kam genau passend, da am kommenden Montag (15. Januar) die ersten Bauarbeiter erwartet werden, um das Raubtierhaus zu renovieren. Während der Baumaßnahme können keine Tiere im Haus gehalten werden. Daher wurden schon 2014 die beiden Malayentiger in einen anderen Zoo gegeben.

Wird sein neues Zuhause schon ganz bald in Brasilien haben: Löwe „Lolek“. Foto: Marcel Stawinoga

Der neue Platz für den einzigen verbliebenen Löwen wurde im Juli 2016 gefunden. Leider kam es durch bürokratische Hindernisse immer wieder zu Verzögerungen. Jetzt ist es endlich geschafft: „Lolek“ flog nach Brasilien.

Sobald die Renovierungsarbeiten am Raubtierhaus abgeschlossen sind, wird der Zoo Dortmund auch wieder Löwen zeigen. Ein neues Rudel wird dann gesucht.

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