Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll in wenigen Jahren an den Haltestellen Scharnhorst und Kurl halten. Aber vorher müssen die Bahnhöfe gründlich erneuert werden. Geplant ist ein moderner und einladender Look der Haltestellen im RRX-Stil. Kostenpunkt: 13 Millionen Euro. 

Dortmund – Die gründliche Erneuerung bedeutet gleichzeitig Neubau. Über die Standards hat die Bezirksvertretung Scharnhorst am Dienstag beraten. Die Haltestellen Scharnhorst und Kurl sollen angehoben und verlängert werden. Geplant sind 76 Zentimeter Bahnsteig-Höhe und 220 Meter Bahnsteig-Länge. Zudem muss die gesamte technische Infrastruktur und Ausstattung nach den Planungen der DB Station&Service ausgetauscht werden.

RRX für RE

In Scharnhorst und Kurl halten aktuell die Regionalexpress-Linien (RE) 1 und 3. Das wird sich bald ändern. Statt des RE soll demnächst der RRX kommen – das heißt Schnellzug und moderner Look. „Schon im Juni 2020 ist der „RRX-Vorlaufbetrieb“ für den RE1 geplant. Der RE3 wird noch bis 2025 mit den vorhandenen Fahrzeugen fahren“, erklärt Dino Niemann, der Stellvertretende Pressesprecher der Deutschen Bahn.

Erneuerung der Bahnhöfe – Barrierefreiheit als Ziel

Bevor die RRX-Züge in Kurl und Scharnhorst halten, werden die Bahnhöfe erneuert.  Das wichtigste Ziel der DB Station&Service ist die Barrierefreiheit der Haltestellen. Soll heißen: Auch Menschen mit Rollatoren, Rollstuhl oder Kinderwagen sollen den Bahnsteig künftig problemlos erreichen.

Für Scharnhorst bedeutet das, dass die Treppen an der Flughafenstraße ersetzt werden müssen. Auf der Südseite sollen eine lange Rampe und eine neue Treppe gebaut werden. Auf der Nordseite sollen ein Aufzug und eine Treppe kommen. Unmittelbar westlich der Brücke an der Flughafenstraßen wird eine Fußgängerüberführung zum Bahnhof gebaut.

 

Bahnhof Scharnhorst. Foto: Murat Akin/Dortmund24
Bahnhof Scharnhorst. Foto: Murat Akin/Dortmund24

In Kurl soll die Unterführung zum Mittelbahnsteig zwar bleiben. Sie soll aber nicht mehr vom Mühlackerplatz durch das alte Gebäude führen, sondern um das Gebäude herum. Das Gebäude soll im Zuge dessen geschlossen werden. Der Bahnhofstunnel soll über Rampen erreichbar sein, zu den Bahnsteigen sollen dann Treppen und Aufzüge führen. Außerdem wird ein Leitsystem für Sehbehinderte installiert.

Bahnhof Kurl. Foto: Murat Akin/Dortmund24
Bahnhof Kurl. Foto: Murat Akin/Dortmund24

Bauarbeiten beginnen nächstes Jahr

Der große Bahnhof-Umbau beginnt im Jahr 2018 und wird rund 13 Millionen Euro kosten. Bezahlt wird das ganze vom RRX-Finanzierungspaket. Bis 2020 soll die Erneuerung dann fertig sein und der RRX an den Bahnhöfen halten.