Dortmund ist nicht nur Fußball. Jährlich findet in den Westfalenhallen auch der ADAC Supercross statt. Die Meister im Supercross treten dann gegeneinander an. Und ihr könnt zuschauen! Allerdings ist das Event nicht für jeden etwas. Ein paar Voraussetzungen solltet ihr mitbringen.

Der Supercross in den Westfalenhallen ist jedes Jahr im Januar eine Riesen-Veranstaltung. Drei Tage lang messen sich die besten Motorsportler in Wettkämpfen. Die SX1 ist die Meisterklasse. Wer gewinnt, wird „König von Dortmund“ genannt. Ihr könnt aber nicht nur den Rennen zuschauen, sondern auch den spektakulären Freestyle Shows. Für die Sportler scheint nichts unmöglich – auch nicht mehrfache Salti mit einem Motorrad.

Für die Freestyler Maikel Melero und Pat Bowden scheint die Schwerkraft keine Rolle zu spielen. Foto: Jan Brucke

Der Supercross ist gleichzeitig auch eine Messe und ein Szenetreffpunkt. Im Fahrerlager könnt ihr die Supercross-Stars und ihre Motorräder hautnah erleben. Um die Arena herum stehen Verkaufsstände, auf denen ihr euch Motorsport-getreu eindecken könnt. Zum Beispiel mit Trikots. Die gibt es nicht nur im Fußball.

Solche Trikots könnt ihr im Messebereich ergattern. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Unser Reporter Daniele Giustolisi war im Januar 2017 beim Supercross – ohne dass er vorher je mit Motorsport zu tun hatte. Er hat dabei viele neue Erfahrungen gesammelt, die er in seinem Artikel beschrieben hat. Aber er hat auch einige Erkenntnisse mitgenommen, die für euch wichtig sein könnten, wenn ihr als Neulinge den Supercross besuchen wollt. Das solltet ihr vorher bedenken:

1. Ihr solltet nicht empfindlich gegen Motorgeruch sein

Müsst ihr euch die Nase zuhalten, wenn ihr zu Fuß unterwegs seid und vor euch ein Motorradfahrer Gas gibt? Dann solltet ihr euch den Supercross-Besuch noch einmal gut überlegen oder einen Schutz gegen den Geruch mitnehmen. Einer der ersten Eindrücke unseres Reporters war nämlich der beißende Geruch von Motorradabgasen in der ganzen Westfalenhalle. Wenn ihr den jedoch ein paar Stunden aushalten könnt, wird euch beim Supercross 4D-Kino geboten: eine 3D-Vorführung mit der vierten Dimension Geruch.

2. Ihr solltet keine Platzangst haben

Das ist bei Veranstaltungen in den Westfalenhallen selbstverständlich. Es sollte selten vorkommen, dass ihr eine Sitzreihe für euch habt. Beim Supercross könnte es aber besonders voll werden. Die Westfalenhallen rechnen mit etwa 16.000 Menschen pro Veranstaltungstag. Das sind fast 50.000 Zuschauer für alle drei Tage. Dass so viele tausende Menschen für den Supercross in die Westfalenhalle gehen, spricht für das Event. Unser Reporter konnte im Januar hautnah erleben, was 16.000 Menschen in der Westfalenhalle heißt: Es wird warm und laut.

So voll war die Westfalenhalle beim Supercross 2017. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

3. Ihr solltet Menschen bei Unfällen zuschauen können

Klingt merkwürdig, ist aber so: Wenn ihr beim Supercross zuschaut, werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit beobachten, wie die Sportler mit ihren Motorrädern Unfälle bauen. Unser Reporter sah in vielen Rennen Fahrer, die mit der Trage abtransportiert werden mussten. Sie stürzten teilweise aus zehn Metern Höhe zu Boden. Wenn ihr so etwas nicht aushalten könnt oder wollt, sind die Rennen und Shows für euch nichts. Dann könnt ihr höchstens zum Fahrerlager und zu den Verkaufsständen gehen.

2017 gab es einige Verletzte beim Supercross. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

4. Ihr solltet offen für Neues sein

So ein Besuch beim Supercross ist schon etwas anderes als ein Kinobesuch. Er ist eher vergleichbar mit einem Fußballspiel. Die Menschen schauen nicht einfach nur zu, sondern sind größtenteils richtige Fans. Sie kennen ihre Stars und tragen die passende Szenekleidung. Unser Reporter sah viele Menschen mit schwarzen T-Shirts und Basecaps. Eine Mischung aus Rocker und Hip-Hopper. Die meisten Zuschauer brennen für den Motorsport. Es ist wie das erste Mal im Fußballstadion. Ungewohnt, überwältigend und vielleicht von allem ein bisschen zu viel. Aber genau das kann den ersten Supercross-Besuch zum Erlebnis machen.

Euch sollte aber klar sein, dass ihr beim Supercross in eine eigene Welt eintaucht. Vielleicht versteht ihr nicht, wie man sich für lauten, gefährlichen und stinkenden Motorsport so sehr begeistern kann. Aber wenn ihr offen seid, könnt ihr die Begeisterung vielleicht nachvollziehen.

Preise und Öffnungszeiten

Neben diesen vier Bedingungen müsst ihr noch an einem Abend vom 12. bis 14. Januar 2018 Zeit haben, zu den Westfalenhallen zu fahren. Außerdem müsst ihr das nötige Geld für die Tickets ausgeben. Die regulären Tickets kosten je nach Kategorie 41 bis 118 Euro. Am Freitag erhalten ADAC-Mitglieder Rabatt und am Sonntag gibt es spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche.

Die Öffnungszeiten im Überblick:

Freitag – 12. Januar 2018
Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr, Ende: 24 Uhr

Samstag – 13. Januar 2018
Einlass: 17 Uhr, Beginn:19 Uhr, Ende: 23 Uhr

Sonntag – 14. Januar 2018
Einlass: 12 Uhr, Beginn:  14 Uhr, Ende: 18 Uhr

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