Von Wählern wird das Nordstadt-Wahllokal zur Abstimmung über das türkische Verfassungsreferendum gut genutzt. Bereits weit über 40.000 türkische Staatsangehörige haben ihre Stimme abgegeben. Ein Vorfall am Sonntag (2. April) könnte die Zukunft des Wahllokals für weitere Abstimmungen allerdings verhindern.

Dortmund – Weit über 40.000 türkische Bürger haben seit Montag (27. März) ihre Stimme im Wahllokal in der Westerhoffstraße abgegeben. „Sechs Tage lief das gut, einen Tag lief es schlecht“, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Vorfall bei einem Feuerwehreinsatz

Dieser Vorfall am Sonntag könnte die Zukunft des Gebäudes als Wahllokal infrage stellen. Bei einem Einsatz im Bereich der Lambachstraße wurde die Feuerwehr von türkischen Bürgern „unfreundlich angegangen“, so Sierau.

Die Frage ist nun, ob die Sicherheitskräfte des türkischen Konsulats in solchen Fällen auch in der Lage seien, Mitarbeiter der Stadt zu schützen. Die Antwort des Konsulats werde „für die Zukunft Auswirkungen auf die Bewertungen haben, ob der Ort als Wahllokal geeignet ist“, sagt Sierau.

Dortmund als Ausweichort für Generalkonsulat in Essen

An insgesamt 13 Standorten in Deutschland wurden Wahllokale eingerichtet. Neun von ihnen befinden sich in verschiedenen Generalkonsulaten, weitere vier mussten aus Platzgründen an Ausweichorten errichtet werden. So auch im Fall des türkischen Generalkonsulats Essen: Das Gebäude war zu klein, die rund 117.000 dort registrierten Wahlberechtigten wählen deswegen in Dortmund.

Während die Abstimmung über das Referendum in der Türkei erst am 16. April stattfindet, sind die Wahllokale in Deutschland bereits seit Montag, 27. März, für zwei Wochen geöffnet. Die Wähler können bis Sonntag, 9. April, von 9 bis 21 Uhr ihre Stimme abgeben.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum türkischen Referendum findet ihr hier.