Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

An der „Akademie für Digitalisierung und Theater“ soll Technologie mit Kunst verschmelzen. Statt in Dortmund-Kley, soll das Zentrum nun am Dortmunder Hafen entstehen. Schauspiel-Intendant Kay Voges will sich ab 2020 nur noch der Akademie widmen.

Die Ankündigung, diese Akademie für Digitalisierung nach Dortmund zu holen, habe für Furore gesorgt. Das sagte Kulturdezernent Jörg Stüdemann im Pressegespräch nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands am Dienstag (8. Januar).

Jetzt scheint klar, dass am Dortmunder Hafen künftig weiter am Theater der Zukunft gefeilt werden soll.

Dort soll nichts geringeres als das Theater der Zukunft entwickelt werden. Die Macher kündigen ein „europaweit einzigartiges Modellprojekt für digitale Innovation, künstlerische Forschung und technikorientierte Weiterbildung“ an.

Dort sollen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft horizontal vernetzt werden. Initiator ist das Schauspiel Dortmund.

Für ein solches Zentrum setzt sich Kay Voges, Direktor des Dortmunder Theaters, seit Jahren ein. Er hat bereits in Aufführungen wie „Die Borderline Prozession“ gezeigt, dass sich Theater und digitale Technik keineswegs ausschließen.

Kay Voges wird ab 2020 nicht länger Intendant des Schauspiels Dortmund sein. Foto: Marcel Urlaub
Kay Voges wird ab 2020 nicht länger Intendant des Schauspiels Dortmund sein. Foto: Marcel Urlaub

Voges will seinen Vertrag als Intendant nicht über 2020 hinaus verlängern. Das teilte das Schauspiel am Mittwoch (9. Januar mit). Stattdessen wird er Gründungsdirektor der Akademie für Digitalisierung und Theater.

Neuer Standort am Hafen

Bislang gibt es die Akademie kommissarisch in einer ehemaligen Grundschule Dortmund-Kley. Brandschutz und Statik des Gebäudes hätten jedoch für einen Umbau nicht ausgereicht, sagte Stüdemann.

Nach Angaben der Stadt soll das Gebäude nun weiterhin von den Bürger-Schützen zur Vereinsarbeit genutzt werden.

Deshalb soll die Akademie nun in einen Neubau an der Speicherstraße 19 am Dortmunder Hafen ziehen. Details dazu will die Stadt bald in einer separaten Pressekonferenz bekanntgeben.

Auflage: Es muss schnell gehen

Dazu soll in Kürze das dort stehende Gebäude abgerissen werden, sagte Sierau. Auch beim Land NRW komme die Idee gut an. Als Auflage gelte laut Sierau jedoch: Es muss schnell gehen. Denn nur dann bekommt die Stadt Fördergelder für die Akademie.

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Daran scheint auch die Stadtverwaltung interessiert. Sie hatte angekündigt, den Hafen zu einem Digital-Port machen zu wollen. „Genau das werden wir umsetzen“, sagte Sierau, „Akademie ist ein weiterer relevanter Baustein.“ Der Rat der Stadt soll im Februar 2019 darüber entscheiden.

Der Umbau der Speicherstraße ging bereits im vergangenen Jahr in die zweite Phase.