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Erinnert ihr euch noch an den Blutmond im vergangenen Juli? Das Spektakel sorgte weltweit für Aufsehen. Am Montag, 21. Januar 2019 könnt ihr wieder einen Super-Blutmond am Himmel beobachten.

Als vergangenes Jahr der Blutmond am Himmel zu sehen war, zog es zahlreiche Menschen nach draußen, um das Spektakel zu beobachten. Der laue Juli-Abend bot dafür die optimalen Voraussetzungen.

Ob der Blutmond in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2019 genauso viele Zuschauer haben wird? Denn statt am Abend könnt ihr die totale Mondfinsternis dieses Mal nur in den frühen Morgenstunden beobachten.

So könnt ihr den Blutmond am besten fotografieren

Wer den Blutmond am 21. Januar fotografieren will, muss ihn zuerst einmal finden. Dafür ist eine möglichst dunkle Umgebung wichtig, denn dann ist das Himmelsspektakel am besten sichtbar.

Für die Aufnahmen eignen sich System-oder Spiegelreflexkameras mit einem Teleobjektiv am besten, aber auch mit dem Smartphone könnt ihr beeindruckende Fotos machen.  Bei System- oder Spiegelreflexkameras sollte die Empfindlichkeit der Kamera nicht zu hoch eingestellt sein. Eine längere Belichtung ist von Vorteil.

Hilfreich ist es auch, den Standort, die Blickrichtung und Einstellungen der Kamera schon am Vorabend zu testen.

Mondfinsternis beginnt um kurz nach halb vier nachts

Los geht es um kurz nach halb vier in der Nacht. Dann beginnt die Mondscheibe, in den Halbschatten der Erde einzutreten. Von 5.41 Uhr bis 6.43 Uhr ist die Mondfinsternis gut eine Stunde lang total und am besten sichtbar.

Der Blutmond wird wegen seiner rötlichen Farbe so genannt. Bei dieser Art der Mondfinsternis liegen Sonne, Erde und Mond für kurze Zeit auf einer Linie. Das Sonnenlicht muss daher zuerst die Erdatmosphäre passieren, um zum Mond zu gelangen.

Weil dabei fast sämtliches blaue und etwas grünes Licht absorbiert wird, kommt beim Mond fast nur noch rotes Licht an: Der Blutmond erscheint.

Maximal ist die Mondfinsternis um 6.12 Uhr, wenn die erste Morgendämmerung heranbricht. Dabei gibt es am 21. Januar gleich zwei Phänomene am Himmel zu entdecken: Neben dem Blutmond gibt es dann auch einen Supermond. Das bedeutet, dass der Mond seine kürzeste Entfernung zur Erde erreicht und deshalb noch größer zu sehen ist.

Aktuelle Top-Themen:

Das frühe Aufstehen am Montag lohnt sich: Die nächste totale Mondfinsternis in Europa gibt’s erst wieder im Jahr 2022, in der Nacht vom 15. zum 16. Mai.

Info: Das Bochumer Planetarium lädt zum Gemeinsamen Blutmond-Schauen ein. Es gibt einen Livestream in der Kuppel, wo es warm ist und auch bei Wolken etwas zu sehen sein wird. Los geht es um 5 Uhr. Es gibt sogar Kaffee.