Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Wegen vermeintlicher „Sieg Heil“-Rufe hatte die Polizei am Dienstag (2. Oktober) mehrere Einsätze in der Dortmunder Innenstadt – am Ende stellten sich die Rufenden als Studenten heraus. Aber mit ganz anderen Absichten als rechtsradikale Propaganda.

Der Herbst ist da und damit auch der  Start ins Unileben für viele Studenten der TU und FH Dortmund. Erste Pflichtveranstaltung für viele: die sogenannten Orientierungs-Woche (O-Woche). Dann ziehen die Erstis durch die Innenstadt von Dortmund, lösen Rätsel in speziellen Rallyes und lernen die Dortmunder Kneipen von innen kennen. Kein Wunder, dass da der eine oder andere Liter Alkohol fließt.

Passanten fühlten sich gestört

Das wiederum brachte viele Besucher der Dortmunder Innenstadt auf die Palme – jedenfalls regten sich viele Bürger telefonisch bei der Polizei über herumziehende Gruppen in der Innenstadt auf. „Einige Bürger fühlten sich durch das Rumgegröle gestört“, berichtet Polizeisprecherin Nina Vogt.

Andere Passanten hätten sogar „Sieg Heil“-Rufe von den Studis vernommen. Was sie nicht wussten: Bei den Stadtrallyes sind die Studenten in Gruppen eingeteilt. „Die besagte Gruppe hatte in diesem Fall ‚Team drei‘ und nicht ‚Sieg Heil‘ gerufen“, berichtet eine Studentin gegenüber Dortmund24.

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Die Polizei wurde daraufhin zu mehreren Orten in der City gerufen, unter anderem zur Thier Galerie, an den Hansaplatz, an die Hansattraße oder die Silberstraße. „Viele Dortmunder sind nun mal sehr sensibel, wenn was herumziehende Gruppen in der Innenstadt betrifft“, sagt Vogt.

Studenten und Polizei hätten sich schließlich darauf verständigt, etwas sensibler durch die Innenstadt zu ziehen. Vogt: „Wir haben versucht, für Verständnis zu werben.“