Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Weil die Straße plötzlich abgesackt ist, musste die Kreuzung Emscherallee/ Lindberghstraße in Huckarde am Donnerstag (4. Oktober) voll gesperrt werden. Und die Sperrung könnte noch einige Zeit andauern.

Update, Sonntag, 7. Oktober, 15.49 Uhr: Auch die Dortmunder Feuerwehr hilft tatkräftig an der Emscherallee mit. Nachdem das Tiefbauamt am Freitag um Hilfe bat, stellten Spezialkräfte eine unabhängige Stromversorgung zur Entwässerung der Abwasserleitung her. Inzwischen wurde der Stromerzeuger aber durch ein kleines Aggregat ausgetauscht werden.

Update, Freitag, 5. Oktober, 15.34 Uhr: Einen Tag nach Entstehung des Risses an der Emscherallee hat sich der Schaden an der Straße vergrößert, wie dieses Bilder von Freitagmittag zeigen:

Tagbruch an der Emscherallee in Huckarde. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Tagbruch an der Emscherallee in Huckarde. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Tagesbruch an der Emscherallee: In der Nacht hat sich der Riss vergrößert. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Kaum zu glauben, wie sich der Bürgersteig absenkt. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Der Kanalbetrieb der Stadtentwässerung untersucht derzeit die Ursache für den Schaden. Wie die Stadt mitteilt, seien vermutlich anstehendes Grundwasser und Bodenteile in den Kanal eingedrungen und hätten den Tagesbruch verursacht.

Die Stadtentwässerung versuche derzeit, den Kanal von dem zugänglichen Schacht aus zu reinigen und die Schadensstelle durch Inspektion zu lokalisieren. „Sollte das nicht gelingen, wird die Abwasserhaltung über eine Pumpstation aufrechterhalten“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt.

Tiefbauamt und Feuerwehr helfen mit vereinten Kräften

Zeitgleich führt die Stadt Baugrunduntersuchungen durch, um die räumliche Ausdehnung des Tagesbruches eingrenzen zu können. Bei diesen Arbeiten werden die Mitarbeiter der Stadtentwässerung von Mitarbeitern des Tiefbauamtes und der Feuerwehr unterstützt.

Noch wird erforscht, woran es gelegen hat. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Auch Bäume und Lichtmasten stehen schief. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
An der Emscherallee geht nichts mehr – die Umleitung zeigt in Richtung Lindbergstraße. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Rund um den Tagesbruch verhindert Bauzaun das Betreten der Rissstelle – es herrscht Lebensgefahr. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Der Pkw-Verkehr wird über Lindberghstraße – Deusener Straße – Ellinghauser Straße geleitet. Da der LKW-Verkehr nicht über die Brücke der Deusener Straße geführt werden kann, wird er über Lindberghstraße – Weidenstraße – Pottgießerstraße – Fürst-Hardenberg-Allee – Ellinghauser Straße geführt.

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, wurde die Ampel an der Kreuzung Lindberghstraße/Emscherallee ausgeschaltet. Im Bereich Buschstraße wurde eine Sackgassenbeschilderung mit dem Zusatz „frei bis Kokerei Hansa“ aufgestellt.

Um den Verkehr aus der Deusener Straße gesichert auf die Ellinghauser Straße zu leiten, wird im Knotenpunkt Deusener Straße/Ellinghauser Straße eine provisorische Ampel aufgebaut.

Erstmeldung:

Die Emscherallee musste aufgrund einer akuten Absenkung im Bereich circa 50 Meter nördlich der Einmündung Lindberghstraße in Huckarde für beide Fahrrichtungen einschließlich der Geh- und Radwege vollgesperrt werden. Straße und Kanal sind betroffen.

Damit ist ein wichtige Dortmunder Straße vorerst für den Verkehr gesperrt. In Richtung Norden führt die Straße vorbei an der Kokerei Hansa zum Teil vierspurig in Richtung Waltrop.

Das ist die betroffene Stelle an der Emscherallee:

Bei der Absenkung schließt die Stadt inzwischen einen Schaden durch Bergsenkung nach Rücksprache mit der Bezirksregierung Arnsberg aber aus. Zunächst war unklar, ob der Schaden mit dem Bergbau zusammenhängen könnte. Die Ruhr Nachrichten (RN) berichten von einem Kanalbruch (Fotos vom Straßenriss gibt es bei bei den RN).

Ein Geoinstitut kümmert sich um die Schadensursache

Inzwischen hat die Stadt ein Geoinstitut beauftragt, um die Schadensursache zu erkunden. Derzeit führen Experten dazu Bohrungen durch.

Riss in der Emscherallee. Foto: Privat
So sieht der Riss in der Emscherallee aus. Foto: Privat

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Sobald die Bohrergebnisse vorliegen, will die Stadt ein Sanierungskonzept gemeinsam mit dem Geoinstitut erstellen und unmittelbar umsetzen.

Eine Umleitungsstrecke wird noch ausgewiesen. Auch die Bezirksregierung Arnsberg ist im Hinblick auf mögliche Bergschäden als Ursache bereits eingebunden.

Das Tiefbauamt bittet ortskundige Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren.