Bild: Tapas and more

Seit kurzem gibt es an der Hansastraße im Herzen von Dortmund spanische Tapas auf die Gabel. Das Besondere: Wer bei Tapas and more nicht aufisst, muss Strafe zahlen.

„Verschwendung wird nicht geschätzt“, heißt es auf der Homepage von Tapas and more. Das Lokal hat Ende Dezember in Dortmund eröffnet und bietet ein All-you-can-eat-Angebot für einen festen Preis.

Doch es gibt einen Haken: Wer nicht aufisst, muss draufzahlen. Pro Bestellung darf jeder Gast nur maximal fünf Tapas ordern. Aber auch nur, wenn man die vorherige Bestellung aufgegessen hat.

Tapas and more verhängt Strafen für Kunden, die nicht aufessen. Foto: Tapas and more

Wer nicht aufisst, muss zusätzlich zum Fix-Preis für das „All you can eat“ eine Strafe zahlen. Einen Euro zahlen Kunden pro kalter Tapas-Speise, zwei Euro für eine warme Speise.

Strafe ist kein Geschäftsmodell

Will da jemand ein Geschäft mit den Resten seiner Kunden machen? „Auf keinen Fall“, versichert Inhaber Desheng Yang, „was kann man an einem Euro schon für ein Geschäft machen?“. Es ginge ihm viel mehr darum, Lebensmittelverschwendung vorzubeugen. „Auf der einen Seite der Welt verhungern die Menschen, auf der anderen Seite verschwenden sie das essen – das muss nicht sein.“

Sein All-you-can-Konzept, sagt Yang, verleite dazu, sich den Magen vollzuschlagen – was dann so manches Mal ordentlich daneben ginge.

So erinnert sich Yang an Besucher, die eine Speise bestellten, diese nur probierten aber nicht aufaßen, um die selbe Speise kurz darauf nochmal frisch zu bestellen. „Wir sprechen solche Kunden darauf an und weisen auf unsere Spielregeln hin“, sagt Yang. Erst nach der zweiten Verwarnung müsse der Kunde die Strafe zahlen.

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Schlechte Erfahrungen habe Yang damit bisher noch nicht gemacht. „Die meisten Kunden stehen dem Konzept positiv gegenüber, sagt der Gastronom, der das Konzept mit der Strafe nicht erfunden hat – auch Sushi-Lokale in Dortmund haben ähnliche Spielregeln für Kunden, die nicht aufessen.

Und was ist mit Essen einpacken lassen? Das, so Desheng Yang, sei leider nicht möglich. Essen sei in der Regel nur vor Ort möglich – auch, um unter Umständen Missbrauch zu verhindern.