Sonntag, 23. September 2018

Lange Staus und Wartezeiten von bis zu einer Stunde – Autofahrer, die am Donnerstag (13. September) auf der A1 bei Dortmund unterwegs sind, müssen viel Geduld mitbringen. In einem Baustellenbereich sind Fahrbahnschäden aufgetreten.

Update, Freitag, 14. September, 11.50 Uhr: Inzwischen gibt es weitere Details zum Chaos auf der A1. Gleich drei Unfälle ereignete sich am Donnerstag im Westhofener Kreuz, die die angespannte Lage dort weiter verschärften.

Der Erste Unfall passierte gegen 12.35 Uhr. Hier übersah ein 59-jähriger Lkw-Fahrer ein Stauende. Beim Ausweichen geriet der Anhänger seines Sattelzuges ins Schleudern. Erst verlor er die Kontrolle über den Anhänger, dann verlor der Anhänger seine Ladung in Form von Baumstämmen. Diese verteilten sich über die linken und mittleren Fahrstreifen der Fahrbahnen in Richtung Köln und Bremen. Das Auto einer 21-jährigen Frau aus Bergisch Gladbach wurde dabei von einem Baumstamm beschädigt. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf geschätzte 20.000 Euro.

Lkw-Fahrer übersah Auto

Der Zweite ereignete sich um 13.44 Uhr. Hierbei wechselte ein 61-jähriger Sattelzugfahrer aus Polen unvermittelt vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen. Er übersah offenbar einen Pkw einer 74-Jährigen aus Hamm neben sich und prallte gegen diesen. Das Auto schleuderte gegen die Betongleitschutzwand in der Mitte der A1, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Die Frau aus Hamm wurde bei dem Unfall schwer verletzt, in ihrem Auto eingeklemmt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert. Eine 64-jährige Frau aus Ense konnte dem Trümmerfeld nicht ausweichen und fuhr hindurch. Hierbei wurde die Bereifung ihres Autos beschädigt, so dass sie wenige Meter weiter mit einem Platten stehen blieb. Die Richtungsfahrbahn Köln blieb für die Landung des Rettungshubschraubers rund 25 Minuten gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Es bildete sich schnell ein Rückstau von rund 10 km.

Pkw-Fahrer hatte Alkohol im Blut

Beim dritten Unfall, um 16 Uhr, über sah ein 50-jähriger Pkw-Fahrer aus Frankfurt einen Sattelzug. Als der Frankfurter sein Auto vom Beschleunigungsstreifen auf den rechten Fahrstreifen der A1 lenken wollte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Sattelzug des 31-jährigen Mannes aus Wetter. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest beim Frankfurter ergab einen Wert von rund 0,5 Promille. Es folgten eine Blutprobe und die Sicherstellung des Führerscheins.

Update, 15.50 Uhr: Inzwischen gibt es auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Köln laut WDR rund 15 Kilometer Stau zwischen Kamen-Zentrum und dem Westhofener Kreuz. Hier ist nach einer Sperrung wegen Bergungsarbeiten eine Fahrbahn wieder frei.

Auf der A1 steht dem Verkehr zwischen der Anschlussstelle Schwerte und dem Kreuz Dortmund/Unna in Fahrtrichtung Bremen am Donnerstag (13. September) nur einer von drei Fahrstreifen zur Verfügung.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift hat dort im Baustellenbereich einen Fahrbahnschaden repariert. Nun muss die 30 Zentimeter dicke Asphaltschicht, die auf einer Länge von 15 Metern aufgetragen wurde, auskühlen.

Erst in der Nacht wieder freie Fahrt auf der A1

Erst im Laufe der Nacht kann der Verkehr laut Straßen.NRW an dieser Stelle wieder auf drei Fahrstreifen rollen.

Aufgrund der verengten Fahrbahn kam es am Donnerstags zu einem Stau von über 10 Kilometern und Wartezeiten von bis zu einer Stunde.

So ist die Lage aktuell auf der A1:

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