Freitag, 21. September 2018

Der hohe Kontrolldruck, den die Dortmunder Polizei seit Jahren auf die rechte Szene ausübt, macht sich so langsam bezahlt. Rechtsextremistische Gewalttaten sind auf dem niedrigsten Stand seit 5 Jahren.

Nachdem die Dortmunder Polizei erst kürzlich (7. März) die Kriminalitätsstatistik zum Jahr 2017 offen gelegt hat, veröffentlichte sie nun die Zahlen in Bezug auf rechtsextremistische Gewaltverbrechen in Dortmund. Man kommt auch hier auf ein positives Ergebnis.

Die Entwicklung der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten in Dortmund ist seit zwei Jahren deutlich rückläufig. So verzeichnete die Polizei Dortmund für das Jahr 2017 insgesamt 17 Fälle. Wovon 15 Körperverletzungsdelikte und zwei Widerstandshandlungen waren. Damit sind die rechtsextremistischen Gewaltverbrechen im vergangenen Jahr (2017) auf das niedrigste Niveau der letzten fünf Jahre gesunken und somit um 52,77 Prozent zurückgegangen.

Aufklärungsquote liegt bei 88,2 Prozent

Im Vergleich dazu gab es 2016 noch 36 solcher Gewalttaten, davon waren es 31 Mal Körperverletzungen. Und im Jahr 2015 registrierte die Polizei 50 Verbrechen mit insgesamt 35 Körperverletzungsdelikten. In den Jahren 2014 und 2013 waren es 47 bzw. 25 Gewalttaten mit jeweils 42 und 22 Körperverletzungen.

Und auch die Aufklärungsquote im Bereich der rechten Gewaltverbrechen liegt bei 88,2 Prozent und ist damit ebenfalls das beste Ergebnis der letzten fünf Jahre.

Gesamtanzahl der rechten Straftaten ebenfalls gesunken

Außerdem ist nicht nur die Anzahl der Gewalttaten auf einem niedrigen Stand. Denn auch die Anzahl der Straftaten insgesamt, ist mit 259 Taten im Jahr 2017 die zweitniedrigste Fallzahl der letzten fünf Jahre. Das entspricht einem Rückgang von 19,06 Prozent. (2016: 320 Straftaten, 2015: 441 Straftaten, 2014: 466 Straftaten und 2013: 244 Straftaten). Den Hauptanteil der Straftaten bilden hier Propagandadelikte. Die Aufklärungsquote lag 2017 bei rund 42 Prozent.

Fremdenfeindlichkeit bleibt Problem in Dortmund

Doch auch wenn diese Ergebnisse sehr erfreulich sind, sollte man sich nicht auf den Zahlen ausruhen, weiß auch Polizeipräsident Gregor Lange und warnt: „Die deutliche Reduzierung der Straftaten sollte nicht zu falschen Schlüssen verleiten: Die rechte Szene hat sich in Dortmund festgesetzt und das menschenverachtende und fremdenfeindliche Gedankengut ist unverändert vorhanden. Rechtsextremistisches Gedankengut ist aber nicht mit polizeilichen Mitteln beizukommen, sondern dessen Bekämpfung bleibt eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe.“

 

 

 

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