Sonntag, 23. September 2018

Pendler im Ruhrgebiet, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, haben es bisher nicht leicht. In Zukunft soll ihnen der Weg von der einen in die andere Stadt aber erleichtert werden. Denn der Regionalverbund Ruhr (RVR) hat ein Konzept zur Weiterentwicklung der regionalen Radwege entwickelt.

Auf dem Weg zur Arbeit sind die Bundesstraßen und Autobahnen im Ruhrgebiet täglich mit Autos überfüllt. Pendler stehen auf dem Weg zur Arbeit nicht selten im Stau. Viele Leute setzen sich deshalb aufs Fahrrad und pendeln so zwischen den Ruhrstädten.

Damit in Zukunft eine bessere Infrastruktur für den Radverkehr gewährleistet ist, hat der Reginalverband Ruhr (RVR) jetzt ein Konzept zur Weiterentwicklung der Radwege eingereicht. Damit soll den Fahrradfahrern das alltägliche Fortkommen erleichtert werden, auch sollen bessere Anbindungen möglich werden.

„Das Konzept der RVR bezieht sich vorrangig auf den Berufs- und Pendlerverkehr“, sagte Planungsdezernent Ludger Wilde am Dienstag (11. September) im Dortmunder Rathaus. Aber natürlich solle auch der Freizeit-Radverkehr von der Weiterentwicklung des regionalen Radweges profitieren.

Welche Verbindungen sieht das Konzept für die Radwege vor?

Durch das neue Konzept des RVR sollen die Radwege im gesamten Ruhrgebiet möglichst direkt miteinander verbunden werden. Von Dortmund aus soll man die Nachbarstädte Bochum und Unna über den Radschnellweg Ruhr (RS1) erreichen. Die Dortmunder Innenstadt wird über Huckarde, Nette und Mengede mit Waltrop verknüpft und über Huckarde, Wischlingen, Rahm und Kirchlinde mit Castrop-Rauxel.

Witten wird über Eichlinghofen, der Universität und den RS1 angeschlossen und Herdecke über Schanze, Bittermark, Kirchhörde, Brüninghausen sowie die südliche Innenstadt. Nach Schwerte gelangt man mit dem Fahrrad über Hörde und Berghofen, nach Holzwickede über Hörde, Schüren, Aplerbeck und Sölde.

Von der Dortmunder Innenstadt gelangt man über den Borsigplatz, den Hoeschpark, Kurl und Husen nach Kamen und über Kirchderne und Derne nach Lünen.

 

Mit diesen Radwegen will der RVR die Städte im östlichen Ruhrgebiet verbinden. Gelb: bis 500 Radfahrer am Tag; Grün: 500 bis 2000 Radfahrer am Tag; Blau: Radschnellweg. Grafik: RVR

Bei der Umsetzung des Konzepts ist es dem RVR und den involvierten 53 Kommunen im Ruhrgebiet besonders wichtig, das bereits bestehende Radverkehrsnetz zu nutzen.  Oberbürgermeister Sierau betonte am Dienstag (11. September): „Wir werden an der Verbreitung des Radverkehrs weiterhin kräftig arbeiten.“

Grüne fordern Bedarfsplan für Radwege

Damit die Menschen in Dortmund und dem Ruhrgebiet gerne aufs Rad steigen, ist es außerdem wichtig, dass die Radwege gut zu befahren sind. Die Grünen fordern deshalb, den Radverkehrsnetzplan zu einem Radwegebedarfsplan weiter zu entwickeln. Im Verkehrsausschuss wolle man der Frage nachgehen, wo Radwege zukünftig asphaltiert werden sollen und wie finanzielle Mittel bedarfsgerecht eingesetzt werden können.

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