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Er warf einen zehn Kilogramm schweren Ast von einer Brücke über der A45 und brachte damit fast eine junge Frau um. Am Dienstag (15. Januar) musste sich ein 23-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Update, Dienstag (15. Januar), 11.30 Uhr:  Zu Prozessbeginn machte der Angeklagte noch keine Angaben zur Sache. Laut Verteidiger Markus Blumenstein war er zum Tatzeitpunkt betrunken und kann sich ohnehin nur noch wenig an die Situation erinnern. Er wolle den Richtern aber im Laufe des Prozesses sagen, was er noch wisse.

Erstmeldung, Mittwoch (9. Januar): Die Tat geschah am frühen Morgen des 1. Juli 2018 an der A45-Brücke an der Rahmer Straße in Dortmund-Huckarde.

Der 23-Jährige soll dort gegen 3.10 Uhr einen 2,60-Meter langen Ast mit einem Durchmesser von circa 10 Zentimetern und einem Gewicht von circa 10 Kilogramm runter auf ein sich in voller Fahrt näherndes Fahrzeug geworfen und dieses getroffen haben.

Ast aus Frust auf A45 geworfen

In einer ersten Aussage gab der Mann an, aus Wut über einen Verweis aus einem Bus gehandelt und die Absicht gehabt zu haben, den Wagen zu treffen und einen Unglücksfall herbeizuführen.

In dem vom Ast getroffenen Auto saß zum Tatzeitpunkt eine Frau aus Castrop-Rauxel. Sie konnte ihr Fahrzeug abbremsen und auf dem Seitenstreifen abstellen. Neben einem Schocktrauma erlitt sie kleinere Blessuren aufgrund von herumfliegenden Glassplittern im Pkw. Das Auto dagegen erlitt einen Totalschaden.

Mordkommission ermittelte

In der Folge ermittelte die Dortmunder Mordkommission, die rund zwei Wochen später den Tatverdächtigen fasste. Tatortspuren, insbesondere der gesicherten DNA-Spuren am Ast sowie weitere Ermittlungen führten zum Fahndungserfolg.

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Weil der 23-Jährige den Tod der Geschädigten billigend in Kauf genommen haben soll, muss er sich am 17. Januar in Dortmund vor Gericht verantworten.