Bild: Sandra Schaftner/Dortmund24

Neben der Prostitution und der Drogenkriminalität sind Problemhäuser das größte Ärgernis in der Nordstadt. Jetzt vermeldet die Stadt eine erfreuliche Entwicklung.

So ist die Zahl der Problemhäuser in der Nordstadt von 75 im Jahr 2017 auf 68 im Jahr 2018 gesunken. Auch stadtweit ist die Entwicklung positiv. In der „Datenbank Problemhäuser“ sind stadtweit zurzeit 85 Problemhäuser erfasst, 2017 waren es noch 96.

Die Stadt erklärt die Entwicklung mit regelmäßigen Kontrollen dieser Problemimmobilien. Außerdem würden Missstände konsequent bearbeitet.

Die Stadt hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, heruntergekommene Immobilien wieder „In-Wert“ zu setzen.

Problemimmobilie in der Nordstadt geräumt

Im Mai dieses Jahres ließ die Stadt ein Mehrfamilienhaus an der Jakobstraße räumen. Mitarbeiter des Ordnungsamts hatten an dem Gebäude „ungewöhnliche Nutzerstrukturen und Widersprüche zwischen Klingelschilderausweisung und Melderegister festgestellt.“

Die Hauptgründe für die Räumung waren mangelnder Brandschutz und Fluchtwege. Außerdem habe es Stolperfallen gegeben. Das Ordnungsamt erklärte das Haus daher sofort für unbewohnbar, die Bewohner mussten noch am selben Tag raus.

So hat sich die Zahl der Problemhäuser in Dortmund seit 2012 entwickelt:

So hat sich die Zahl der Problemimmobilien in den letzten Jahren verändert. Grafik: Stadt Dortmund
So hat sich die Zahl der Problemimmobilien in den letzten Jahren verändert. Grafik: Stadt Dortmund

In diesem Jahr führte das Fallmanagement Problemhäuser im Nordstadtbüro des Ordnungsamts, zum Teil gemeinsam mit anderen Fachbereichen der Verwaltung, insgesamt 97 Hauskontrollen an auffälligen Immobilien durch.

Unerlaubt Abfall gelagert

Wieder stellten die Kontrolleure am häufigsten unerlaubte Abfallablagerungen (53 Fälle) fest. Danach folgten baurechtliche (36 Fälle) und wohnungsaufsichtsrechtliche Missstände (34 Fälle).

Problemhäuser in Dortmund, Stand November 2018. Grafik: Stadt Dortmund
Problemhäuser in Dortmund, Stand November 2018. Grafik: Stadt Dortmund

Durch das Nordstadtbüro mussten in diesem Jahr nach Problemhauskontrollen 57 Personen von Amts wegen abgemeldet werden.

Von oberster Stelle gibt es für die positiven Entwicklungen Lob für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Task Force Nordstadt und des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt.

Mehr Themen auf Dortmund24:

  • fgh
  • jki
  • olp

So sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau nach seinem jüngsten Besuch in der Nordstadt über die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes: „Sie tragen durch ihre Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität der Dortmunder Nordstadt bei. Das Thema Sicherheit ist dabei von zentraler Bedeutung.“