Zivilfahnder der Dortmunder Polizei haben am Dienstag (15. Mai) in der Nordstadt einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen und anschließend seine Wohnung in der Bremer Straße durchsucht. Dort fanden sie wichtige Hinweise auf ein mögliches Drogengeschäft.

Einer Zivilstreife war einige Tage zuvor ein „alter Bekannter“ in einem Taxi aufgefallen. Der 17-Jährige stieg an der Bremer Straße aus dem Taxi, verschwand in einem Mehrfamilienhaus und kam wenig später wieder heraus. Hier stieg er in das noch wartende Taxi und fuhr davon. Am Dienstag erkannte das gleiche Zivilteam den Bruder des 17-Jährigen, einen 27-Jährigen, ebenfalls in einem Taxi am Borsigplatz wieder. Das Taxi brachte den 27-Jährigen zu eben dieser Adresse an der Bremer Straße in Dortmund. Auch hier dasselbe Prozedere.

Der 27-Jährige verschwand in dem Mehrfamilienhaus, kam einige Minuten später aus dem Haus und stieg in das wartende Taxi.

Polizei holt Mann aus dem Taxi

Die Zivilstreife griff dann an einer roten Ampel auf der Hamburger Straße zu. Der 27-Jährige wurde schlagartig aus dem Taxi geholt. Bei seiner Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte noch vor Ort circa 100 Gramm mutmaßliches Kokain.

Nach kurzer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Dortmund (Schwerpunkt Nordstadt) konnte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss für die verdächtige Wohnanschrift erwirken. Da der 27-Jährige vorher einen entsprechenden Schlüssel im Taxi fallen ließ, betraten die Beamten wenig später die (unmöblierte) Wohnung mit dem sichergestellten Schlüssel des 27-Jährigen. Hier fanden die Beamten über ein Kilo Betäubungsmittel, bei dem es sich vermutlich um Kokain handelt. Zudem stellten die Beamten über 13.000 Euro sicher. Das Geld dürfte laut Polizei wahrscheinlich aus Drogengeschäften stammen.

Der einschlägig polizeibekannte 27-Jährige wird am Mittwoch (16. Mai) einem Haftrichter vorgeführt. Nach dem 17-jährigen Bruder fahndet die Polizei noch.

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