Bild: Innenministerium NRW

NRW mach mobil gegen den Salafismus und anderen Extremismus – und zwar mit Plakaten, die irritieren sollen. Unter anderem in der Nordstadt sind sie zu sehen.

Unter anderem in der Dortmunder Nordstadt sollen die Plakate auf die Gefahr von Salafismus und Islamismus aufmerksam machen. Außerdem richtet das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen seinen Fokus auf das Thema Rechtsextremismus. Themen, die in Dortmund bestens bekannt sein dürften.

„Wollen Bewusstsein schaffen“

Die Plakat-Kampagne kommt vom NRW-Verfassungsschutz und wurde am Freitag (2. November) präsentiert. „Die Aktion richtet sich nicht nur an unmittelbar Betroffene. Wir wollen mit ihr ein flächendeckendes Bewusstsein schaffen“, sagte NRW-Inneminister Herbert Reul in Düsseldorf.

Minister Herbert Reul hat am Freitag in Düsseldorf die neue Plakat-Kampagne für die Präventions- und Aussteigerprogramme des Verfassungsschutzes vorgestellt. Foto: Innenministerium NRW
Minister Herbert Reul (rechts) und der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Freier haben am Freitag in Düsseldorf die neue Plakat-Kampagne für die Präventions- und Aussteigerprogramme des Verfassungsschutzes vorgestellt. Foto: Innenministerium NRW

Landesweit wurden 15 Motive zum Salafismus-Präventionsprogramm „Wegweiser“, dem Aussteigerprogramm Islamismus (API) sowie dem Rechtsextremismus-Aussteigerprogramm „Spurwechsel“ entworfen.

Mit Plakaten für Aufmerksamkeit sorgen

„Wir wollen mit den Plakaten für Aufmerksamkeit sorgen. Die Programme verfolgen das Ziel, junge Menschen am Beginn einer möglichen Radikalisierung aufzufangen oder Ausstiegswillige auf ihrem Weg zurück in die demokratische Gesellschaft zu begleiten. Doch dafür müssen die Betroffenen unser Angebot kennen“, erklärte Reul.

So sehen einige Motive der Plakat-Aktion aus:

Die Plakate sollen vor allem durch ihre offenen Frageslogans das Interesse der Öffentlichkeit wecken. Zusätzlich sorgen die Schriftarten für Irritation. Während das Plakat gegen den Salafismus durch arabisch aussehende Schrift auffällt, zeigt das Plakat mit Fokus auf den Rechtsextremismus altdeutsche Schrift.

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Plakate in der Nordstadt

Insgesamt hängen noch bis Mitte Dezember rund 680 Plakate in 18 nordrhein-westfälischen Städten auf Großflächen und Mega-Light-Posterträgern, etwa in Bonn-Tannenbusch, Dortmund-Nordstadt, Duisburg-Hochfeld, Düsseldorf-Oberbilk, Köln-Chorweiler oder Wuppertal. Zudem gibt es Online-Werbung, Flyer und Werbeartikel im Kampagnendesign.

Hintergrund zu den Programmen: „Wegweiser – gemeinsam gegen gewaltbereiten Salafismus“ wird von örtlichen Trägern durchgeführt und richtet sich an Personen, die bereits mit der salafistischen Szene sympathisieren oder in diese abzurutschen drohen. Die Aussteigerprogramme „Spurwechsel“ für Rechtsextremismus und „API“ für Islamismus richten sich an Personen, die in den jeweiligen extremistischen Szenen bereits fest verankert sind. Dort bieten Ausstiegsbegleiter individuelle Hilfe.