Sonntag, 23. September 2018

Weil sie sich nicht einigen konnten, wer den Platz zum Betteln vor dem Dortmunder Hauptbahnhof bekommt, haben zwei Obdachlose am Mittwoch die Fäuste sprechen lassen. Ein Mitarbeiter der Bahn wurde dabei verletzt.

Gegen 10 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zum Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofs gerufen. Dort waren zwei Obdachlose wegen eines geeigneten Platzes zum Betteln in Streit geraten. Bei der hitzigen Diskussion soll ein 23-jähriger Dortmunder auf seinen 18-jährigen Kontrahenten mit seinen Fäusten eingeschlagen haben.

Bahnmitarbeiter wollte Obdachlose besänftigen

Ein 45-jähriger Mitarbeiter der Bahn war auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden und versuchte die beiden Streithähne zu trennen. Dabei wurde auch er durch den 23-Jährigen angegriffen. Dieser soll dem 45-Jährigen in das Gesicht getreten haben. Anschließend floh er in Richtung Nordausgang.

Zudem sollen sich mindestens zwei weitere Personen in die Situation eingemischt und den 45-Jährigen beleidigt haben.

Mann in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden

Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung konnten Bundespolizisten den 23-jährigen Tatverdächtigen im Keuning-Park festnehmen. Der polizeibekannte Mann, der mit 1,8 Promille alkoholisiert war, erklärte, dass er sich nur verteidigt habe. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Durch die Körperverletzung wurden der 18-Jährige sowie der 45-jährige Bahnmitarbeiter im Gesicht verletzt.

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