Die Albertus-Magnus Kirche in der Dortmunder Nordstadt steht seit Jahren leer. Jetzt hat die Kirchengemeinde Heilige Dreikönige Dortmund die Kirche mitsamt Nebengebäuden an eine Immobilienfima verkauft. Entstehen soll ein Hotel.

Dortmund – So richtig nach Kirche sieht das rechteckig geformte Gebäude an der Enscheder Straße nicht aus. Lediglich ein Kreuz in der Mitte über dem Eingang verrät den christlichen Ursprung. Die Kirche, die 1933/1934 fertig gestellt wurde, wurde von der Gemeinde allerdings nur bis 1989 genutzt. Diese überließ das Gebäude anschließend der Kroatischen Mission, bevor 2007 die Entwidmung erfolgte. Um eine Kirche zu entweihen müssen drei Dinge erledigt werden: Die Übertragung des Allerheiligsten, das Löschen des ewigen Lichtes und die Verlesung des Profanierungsdekrets. Nach diesen Schritten schloss die Kirche 2007 dann endgültig ihre Pforten.

So sah es in der Kirche aus. Foto: Baukunst NRW

Der Grund für die Aufgabe der Kirche war unter anderem auch der schlechte bauliche Zustandes des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. So gab es mehrere Pläne für eine Nachnutzung. Die ließen sich aufgrund des umfangreichen Sanierungsbedarfs aber nicht realisieren. Dann passierte knapp 10 Jahre lang erstmal nichts mehr.

Im Sommer 2014 rückte die Kirche noch einmal in die Schlagzeilen, weil sie von Demonstranten besetzt worden war, die vom Dach aus Steine auf eine Neonazi-Demo warfen.

Denkmalschutz muss aufgehoben werden

Um den Denkmalschutz endgültig aufheben zu können, musste die Kirchengemeinde einen Maklernachweis erbringen. So wurde ein Makler beauftragt und das Objekt zum Verkauf angeboten. Daraufhin meldeten sich mehrere Kaufinteressenten, die Kirchengemeinde entschied sich schließlich für die Firma „HD Immobilien“ aus Düsseldorf. „Dieses Unternehmen hat Erfahrung mit der Umwidmung von alten und leerstehenden Gebäuden und möchte aus dem Gebäudekomplex ein Hotel machen“, erklärte Pfarrer Ansgar Schocke.

Meinolf Mette aus der Liegenschaftsabteilung bewertet die Entwicklung positiv: „Die Kirche war kein schöner Anblick mehr. Die neuen Pläne sind eine Bereicherung für den Stadtteil“, so Mette. Wann das Hotel dann letztendlich öffnen wird, ist noch unklar.