Freitag, 21. September 2018

Die Narren haben die Macht über das Dortmunder Rathaus übernommen. Am Samstagmittag sind rund 300 Dortmunder zur Schlüsselübergabe gekommen. Stimmung und Rahmenprogramm waren gut.

Es ist soweit: Die Dortmunder Narren haben für fünf Tage das Regiment im Dortmunder Rathaus übernommen. Um 11.11 Uhr am Samstag marschierte das Prinzenpaar mit Gefolgschaft in den Bürgersaal ein. Der Fanfaren-Corps Wickede sorgte mit Musik für Stimmung. Ein paar lustige Tage und Nächte hätten sie bereits hinter sich, gab Karnevalsprinzessin Nadja I. bei dieser Gelegenheit zu: „Eigentlich wissen wir gar nicht, welcher Tag heute ist.“

So war die Schlüsselübergabe im Rathaus:

Nach zahlreichen Tanzeinlagen verschiedener Karnevalsvereine und Narrenzünfte folgte die Schlüsselübergabe an die Narren. Dass das Kinderprinzenpaar es nicht ganz so genau damit nahm, von wem sie den Schlüssel jetzt bekommen werden, kann man ihnen nicht verdenken. Statt Oberbürgermeister Ullrich Sierau war es in diesem Jahr Stadtdirektor Jörg Stüdemann, der wohl oder übel die Macht abgeben musste. „Heute bekommen wir den Schlüssel“, kündigte Prinz Dirk III. freudig an.

Steuern weg, Bier her!

„Ich kenne mich aus in der Narretei, bin schließlich Mitglied in einer Partei“, sagte Nadja I. anschließend in ihrer Rede (Nadja Lüders ist stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion – die Redaktion). In den kommenden fünf Tagen wollen die Narren nicht nur die Steuern abschaffen. Statt Wasser soll ab sofort überall nur noch leckeres Bier aus dem Wasserhahn fließen, kündigen sie an.

Für Stüdemann würden nun ruhige fünf Tage anbrechen, in denen er sich als Kämmerer nicht um klamme Stadtkassen kümmern müsse. Er habe zwar kein gutes Gefühl dabei, den Schlüssel abzugeben, nahm es aber dennoch gelassen: „Jetzt könnt ihr schalten und walten, wie es euch gefällt.“ Kurz darauf reckten die Narren den goldenen Schlüssel in die Höhe – wofür Nadja I. sich neben den hohen Herren kurzerhand einen Stuhl besorgen musste.

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