Samstag, 22. September 2018

Es ist einer der beliebtesten Pubs der Kneipenszene in der Dortmunder Nordstadt: „Subrosa“ ist bereits ein Vierteljahrhundert beständig in der Gneisenausstraße. Doch damit scheint nun Schluss zu sein: Auf Facebook kündigte die Hafenschänke ihre „Funeral Days“, die „Beerdigungstage“ an. 

Bereits am 14. Juli (Samstag) sollen die Lichter ausgehen in „Subrosa“. Auf ihrer Internetseite verkündet die Hafenschänke: „Alles dreht sich, alles bewegt sich. Nichts ist, wie es scheint – schon gar nicht, wie es war. Und niemals wird es wieder so sein. Das geht auch an einer gewissen hafenschaenke.de nicht vorüber“.

Eine Beerdigung in drei Akten

Es klingt schon sehr nach Abschied: „… so wollen wir sie also in Frieden ruhen lassen. Und gebührend verabschieden“, kündigt Bargründer Cornel Alex an. Die Funeral Days starten mit sofortiger Wirkung: Am Mittwoch, 11. Juli, ist der erste Tag. „Eine Beerdigung in drei Akten. Plus einen“, steht auf der Internetseite der Hafenschänke. „Und am Samstag: einen noch.“

Fans der Kneipe auf zeigten sich auf Facebook entsetzt von der plötzlichen Schließung. „Schluss mit rös’chen. Aus, die Maus.“ Damit informierte die Bar ihre Stammgäste über das Ende ihrer Schänke. „Rös’chen“, das war der Kosename der Stammgäste für ihre Lieblingskneipe.

Es scheint eine Beerdigung mit Knall zu werden. Als musikalische Gäste kann man sich auf die Band „La Paloma freuen“, mit der die Ära dieser Kneipe ausklingen soll.

Plötzliche Schließung wegen Fußball-Kosten?

Wenn die Kneipe für eines bekannt war, dann für Fußballübertragungen. Auch Konzerte, so berichten die „Nordstadtblogger“, richteten sich stets nach dem Spielplan der Bundesliga. Die Kosten für Live-Übertragungen schossen allerdings massiv in die Höhe. So hoch, dass „Subrosa“ sie nicht mehr tragen konnte. Neben dem Rauchverbot soll dies die Kneipe laut den „Nordstadtbloggern“ ins Aus befördert haben.

Was nun?

„Doch dann, was dann? The answer is whistlin‘ in the streets“. Mehr als dieser mystische Satz verrät der Kneipenbesitzer nicht über die Zukunft des Ladens. Laut „Coolibri“ könnte es in der Gneisenausstraße 56 eventuell doch weiter laufen. „Denn Cheffe will zwar nicht mehr selbst & ständig, doch mit dem ‚rös’chen‘ soll’s schon weitergehen“, meldet „Coolibri“. Die Kneipe suche demnach einen Nachfolger. Wie die Zukunft der Hafenschänke aussieht, scheint also tatsächlich ein Flüstern im Wind zu sein.

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