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Die Stadt will den Norden von Dortmund in den kommenden Jahren attraktiv machen – und zeigen, dass er ohnehin schon viel zu bieten hat. Der Name des Projektes: „Nordwärts“. In diesem Jahr gibt es in diesem Zusammenhang ein ganzes Programmheft mit interessanten Events und Veranstaltungen. Wir haben das Heft durchgeschaut und sagen euch, was interessant werden könnte.

Seit 2015 gibt es das Projekt „Nordwärts“, mit dem die Stadt die Bezirke im Norden populärer machen möchte. Doch das Projekt an sich ist in der Bevölkerung eher unbekannt. Das soll sich spätestens in diesem Jahr ändern. Die Stadt hat dafür ein sogenanntes „Präsentationsjahr“ gestartet. Viele Veranstaltungen im Norden Dortmunds sollen auf „Nordwärts“ aufmerksam machen. Das sind die Highlights:

24. März (u. a.): Interaktive Fahrradtour durch die Nordstadt

Der Weg der Tour wird zu Beginn durch Los ermittelt und die Teilnehmer erhalten Beobachtungsaufgaben, über die sie am Ende berichten. Thematisch werden die Bereiche Arbeit, Religion, Kunst und Kultur, Städtebau, Bildung und Kulinarisches angesprochen. Die Tour startet um 13 Uhr und bei jedem Wetter und dauert circa zwei Stunden. Treffpunkt ist die Agentur für Arbeit (Steinstraße 38). Kosten: 5 Euro pro Fahrrad. Das Fahrrad muss man selbst mitbringen.

14. April (u. a.): Tour zu verborgenen Schätzen der Nordstadt

Die Tourleiter entführen euch an unbekannte Orte und verträumte Winkel. Besucht grüne Oasen und Hinterhofidyllen. Gewöhnlich bleiben sie den Blicken vorbeigehender Besucher verborgen. Entdeckt liebevoll gestaltete Gärten – schön, aber auch praktisch. Erkundet Innenhöfe mit ihren versteckten Kleinodien. Die Tour findet auch am  Samstag (16. Juni) und (6. Oktober) jeweils um 15 Uhr statt und dauert drei Stunden. Treffpunkt ist die Zentrale der Dortmunder Tafel (Osterlandwehr 35). Die Kosten betragen 20 Euro pro Person.

Der Nordmarkt in der Dortmund Nordstadt ist im Sommer eine grüne Oase im Großstadtdschungel. Foto: Nadja Lucas/Dortmund24

21. April: Wanderung von Mengede zum Hochwasserrückhaltebecken

Welche Tiere leben dort, wie leben sie? Welche Pflanzen gibt es und wie kann man sie schützen? Welche Wege wünschen wir uns und wie kann man sie erhalten? Nach der Tour gibt es eine Diskussion im Heimathaus am Widum in Mengede. Der neue Landschaftsplan soll vorgestellt und mit der Verwaltung diskutiert werden. Die Veranstaltung geht von 14 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist das Heimathaus am Widum in Mengede (Williburgstraße 27). Die Anmeldung geht bis zum 15. April.

5. Mai (u.a.): Theater in Nordstadt-Hinterhöfen

Mitten im Kiez in der Dortmunder Nordstadt in der Missundestraße 10 wird auf mehreren Hinterhöfen ein interdisziplinäres, interkulturelles Theaterprojekt realisiert. Professionelle Darsteller und Musiker sowie zahlreiche Mitwirkende aus dem Umfeld (Anwohner, Initiativen, Jugendliche, Migranten, Gäste aus anderen Städten) verwandeln den Hinterhof in ein temporäres Erlebnisfeld. Termine: Samstag (5. März); Sonntag (6. Mai), Freitag (11. Mai); Samstag (12. Mai); Sonntag (13. Mai); Freitag (18. Mai), Samstag (19. Mai) jeweils um 19.30 Uhr.

In einem Hinterhof der Nordstadt kann man in diesem Jahr zwei Theaterstücke besuchen. Foto: Quartiersmanagement Nordstadt

3. Juni: Parkführung Schloss Bodelschwingh

Im Rahmen einer Führung mit historischen und aktuellen Details zur Architektur, der Geschichte des Hauses und der Familie wird das private Gelände von Schloss Bodelschwingh erkundet. Treffpunkt und Uhrzeit werden bei Anmeldung mitgeteilt. Die Führung ist gratis, eine Anmeldung ist nötig.

Das Schloss Bodelschwingh ist eines der schönsten Gebäude in Dortmund. Foto: Wikimedia Commons / Übersetzungsbüro Nastula / CC-BY-SA-4.0

28. Juli: Wanderung „Naturschutz in der Großstadt“

In dieser Exkursionsreihe wird die Stadt- und Landschaftsentwicklung im unteren Emschertal in Dortmund gemeinsam mit den Kursteilnehmern beleuchtet. Geplant ist eine circa zweistündige themenbezogene Wanderung unter Leitung von Dr. Wilhelm Grote, dem ehemaligen Leiter des Umweltamtes Dortmund. Die Wanderung führt von Huckarde aus durch das Naturschutzgebiet Rahmer Wald mit dem Rahmsloher Bach. Ein Besuch der Kokerei Hansa ist vorgesehen. Bei dieser Wanderung wird vornehmlich über die Konflikte zwischen Naturschutz und Waldbewirtschaftung in der Großstadt sowie über das Verhältnis zwischen Denkmalschutz und Natur gesprochen. Die Wanderung dauert von 10 bis 14.30 Uhr. Treffpunkt ist das Amtshaus Huckarde (Rahmer Straße 15). Die Kosten liegen bei 5 Euro pro Person.

Termine nach Vereinbarung: Erkundung Münsterstraße / Speicherstraße

Die Münsterstraße mit ihren vielen Geschichten ist Thema einer eigenen Erkundungstour.  Sie startet in der ersten anerkannten Moschee in Deutschland, der Zentralmoschee in der Kielstraße. Anschließend gilt es, die Einkaufsstraße in Geschichte und Gegenwart zu erkunden. Ein heißer Tee bei Caracalla bietet Gelegenheit zum Gespräch in gemütlicher Runde. Termine gibt es nach Vereinbarung. Treffpunkt ist die Zentralmoschee an der Kielstraße 12. Die Tour dauert zwei Stunden und kostet 15 Euro pro Person, ab 15 Personen ermäßigt 12 Euro pro Person.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Hafenquartier an der Speicherstraße zu erkunden. In einer circa 1,5-stündigen Führung werden allgemeine Ziele und konkrete Projekte vorgestellt. Termine gibt es auch hier nach Vereinbarung. Treffpunkt ist der Santa-Monika-Anleger an der Speicherstraße. Eine Anmeldung wird bis zum 17. April erbeten. Der Rundgang wird nur für geschlossene Gruppen mit mindestens 20 Personen angeboten.

Am Hafen in Dortmund (Speicherstraße) soll eine Flaniermeile mit Geschäften, Lokalen und Firmen entstehen. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

1. September: Hafenspaziergang

Zwischen Pauluskirche und dem Dortmunder Hafen werden der Stadtteil, der Hafen und die lokale Kultur in besonderer Form für Bewohnerschaft und auswärtige Gäste gleichermaßen erlebbar. Das Hafenviertel präsentiert sich beim „Hafenspaziergang“ in seiner ganzen Vielfalt mit einer Vielzahl verschiedener kultureller Events und Präsentationen entlang einer Route quer durch das Hafenquartier. Los geht es ab 14 Uhr.

Am 2. September fand der Hafenspaziergang in der Dortmunder Nordstadt im vergangenen Jahr statt. Foto: Nadja Lucas/Dortmund24

9. September: Still-Leben-Borsigplatz

Für einen Tag wird der viel befahrene Borsigplatz für den Verkehr gesperrt, damit sich die Bewohner das Herz ihres Quartiers aneignen können. Unter dem Motto „BORSIG nehmen Sie PLATZ“ erobern die Bewohner der Nordstadt und alle an ihr Interessierten ihren Platz zurück und laden zu einem großen Picknick ein. Es gibt ein Bühnenprogramm, Cocktails, Essen, Kinderspielen und so weiter. Ab 13 Uhr geht es los.

Großer Andrang herrschte beim zweiten Stillleben Borsigplatz im Jahr 2017. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

9. September: Tag des offenen Denkmals an der Kokerei Hansa

Die Kokerei Hansa präsentiert sich als begehbare Großskulptur der Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts. Am Tag des offenen Denkmals 2018 stellt sich die ehemalige Großkokerei unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ als wichtiger Teil in der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie vor. Der Tag des offenen Denkmals geht von 11 bis 17 Uhr.

Die ehemaligen Kühltürme der Kokerei Hansa sind beeindruckend. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Info: Das gesamte Programmheft mit allen Veranstaltungen (darunter viele für Kinder) findet ihr hier.