Pokémon GO liegt gefühlt Jahre zurück. Dabei ist es erst ein paar Monate her, dass Horden von Menschen durch Dortmund und die ganze Welt zogen und auf ihren Smartphones lustige Monster jagten. Am 25. März könnten die Horden mit ihren Smartphones wieder zurück nach Dortmund kommen – doch sie werden nicht Pokemon GO spielen.

Dortmund – Der U-Turm, das Stadion, die Westfalenhallen, der Westfalenpark oder das Rathaus – am 25. März könnten diese Sehenswürdigkeiten in Dortmund von smartphonetragenden Menschenmassen bevölkert werden. Etwa 1000 Besucher erwartet Dortmund an diesem Samstag in der Stadt. Der Grund: Es ist Mission Day.

Beim Mission Day geht es um das Smartphone-Spiel Ingress (weltweit fünf Millionen Spieler). Einfach gesagt, kämpfen in dem Spiel zwei Teams um die Vorherrschaft in einer Stadt. Dazu müssen sie so viele Portale einnehmen, wie möglich. Die Portale befinden sich an besonders wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Stadt und werden über GPS auf dem Smartphone angesteuert. Zum Beispiel am Westfalenstadion. Es gibt verschiedene Missionen in der Stadt zu erfüllen – daher der Name „Mission Day“.

Dortmund Tourismus unterstützt Mission Day

Unterstützt wird der Tag vom Tourismusbetrieb der Stadt Dortmund. Und der zeigt sich beeindruckt über das Vorhaben. „Es ist eine ganz neue Art, eine Stadt zu erkunden“, sagt Sigrun Späte vom Dortmund Tourismus. Spielerisch ziehen die Teilnehmer des Mission Day durch die Westfalenmetropole, essen in der Lokalmanufaktur am Rathaus oder steigen auf den Florianturm. Typische Dortmund-Touristen sind es aber nicht, die am 25. März nach Dortmund kommen. „Wahrscheinlich wären sie ohne das Spiel gar nicht nach Dortmund gekommen“, sagt Späte, „aber es ist interessant, dass es nicht nur Jugendliche sind, sondern viele Erwachsene und auch Familien nach Dortmund kommen werden.“

So sieht es aus, wenn man eine Mission beim Mission Day bestanden hat. Screenshot: MD Orga Team

Für die Stadt ist der Mission Day jedenfalls eine willkommene Gelegenheit, neue Besucher in die Stadt zu locken. Die buchen dann Hotels, essen in den Restaurants, kaufen in den Geschäften ein. Kurz: Sie lassen Geld in der Stadt und machen Dortmund bekannter, wenn sie Verwandten und Bekannten von ihrer Reise ins Ruhrgebiet erzählen.

Teilnehmer aus ganz Europa

Denn die Teilnehmer kommen keinesfalls nur aus der Umgebung, sondern reisen laut Veranstalter aus ganz Europa an – zum Beispiel aus den Niederlanden oder Schottland. „Man lernt viele neue Menschen kennen, der Gruppenfaktor steht bei dem Spiel im Vordergrund“, sagt Teilnehmerin Charlotte Haase.

Übrigens: Wer für den Mission Day noch nicht angemeldet ist, kann das noch tun (siehe unten). Mann braucht dazu nur ein Smartphone mit Internetanschluss, die Ingress-App und den Willen, Dortmund zu erobern.

Info: Startschuss am 25. März ist um 11:30 Uhr vor dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Danach startet die Spieler allein oder in Gruppen ihre Missionen durch die Stadt. Die Organisatoren locken mit speziellen Rabatten für die Teilnehmer des Spiels. So kann der Westfalenpark zum Beispiel für einen günstigeren Preis besucht werden. Mehr Infos und die Anmeldemaske findet ihr auf der Website des Mission Day Dortmund.