Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Der Mietspiegel für Dortmund ist veröffentlicht worden. Er zeigt, dass die Höhe der Mieten in der Westfalenmetropole deutlich steigt.

Der Mietspiegel dient als Orientierungshilfe, die Höhe der Miete einer Wohnung festzustellen und zu überprüfen. Berücksichtigt werden bei der Festlegung des Mietpreises auch die jeweiligen Eigenschaften der Wohnungen. Etwa Baualter, Größe oder Lage.

Auf Basis von Datensätzen, die Mieten bei Neuvermietungen und Mieterhöhungen beinhalten, erstellte der Arbeiterkreis Mietspiegel den aktuellen Bericht. Er ist bis Ende 2020 gültig und als Orientierung zu nutzen.

Mietspiegel zeigt Erhöhung der Nettokaltmieten

Die aktuelle Anspannung auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt spiegelt sich auch innerhalb der Mieten. Die Nettokaltmieten zeigen eine deutliche Erhöhung im Vergleich zum Mietspiegel von vor zwei Jahren. Vor allem bei Wohnungen mit hohen Gebietszuschlägen -etwa in Dortmunds Mitte –  oder mit neueren Modernisierungen ist eine Erhöhung möglich.

Der durchschnittliche Mittelwert einer einfachen Wohnung mit einem Baualter zwischen 1930 und 1969 liegt aktuell bei knapp 5,67 Euro pro Quadratmeter. Innerhalb der letzten zwei Jahre ist der Wert um circa fünf Prozent angestiegen. Im Jahr 2011 lag der Wert noch bei 4,81 Euro pro Quadratmeter.

Änderungen im Mietspiegel

Erstmals gilt ein Balkon als Wohnstandard. Wenn dieser nicht vorhanden ist, ist eine Minderung in der Miete möglich. Zudem gibt es keinen Abschlag mehr für die Innenstadt-Nord als Wohngebiet.

Der Mieterverein Dortmund gibt allen Mieterinnen und Mietern neben dem Mietspiegel zusätzlich noch einige kleine Tipps mit auf den Weg. So erinnert er daran, dass Erhöhungen der Mieten immer eine Begründung brauchen. Zum Beispiel den Hinweis auf den aktuellen Mietspiegel oder berechtigte Modernisierungen. Sonst besteht keine Pflicht zur Zustimmung.

Aktuelle Top-Themen:

Mieter und Mieterinnen sollen die Zu- und Abschläge prüfen. Zum einen, ob Zuschläge für Ausstattung oder Modernisierung gerechtfertigt sind, aber auch ob Abschläge in der Miete berücksichtigt wurden. Abschläge sind unter anderem für Einfachverglasungen der Fenster, Nachtspeicherheizungen und auch für nicht fließendes Warmwasser in der Küche möglich.

Info: Der Mietspiegel weist für das gesamte Dortmunder Stadtgebiet in Mietpreisspannen die ortsübliche Vergleichsmiete für nicht preisgebundene Wohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen aus.